Veranstaltungen

  • ''Corona als Menschenrechtskrise?'' - Auswirkungen der Pandemie auf globale Ungleichheiten

    Die Folgen der Covid-19-Pandemie sind weltweit ungleich verteilt. Während einige Länder Impfstoff im Überfluss haben und Impfdosen aufgrund von mangelnder Nachfrage in großer Zahl vernichtet werden, haben andere Staaten kaum Möglichkeiten durch Impfungen ihre Bevölkerung vor dem Virus zu schützen. Gleichzeitig hat die Pandemie bereits bestehende Missstände und Ungleichheiten sichtbar gemacht und zum Teil verschärft.

    Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den menschenrechtlichen Auswirkungen der Pandemie und den weltweit zunehmenden gesellschaftlichen Ungleichheiten. Darüber hinaus soll auch insbesondere die Impfgerechtigkeit im globalen Kontext diskutiert werden. Dazu gibt es Inputs von Amnesty International Deutschland e. V. und medico international. Konkrete regionale Beispiele aus Osteuropa, Lateinamerika und Westafrika schärfen zudem den Blick auf die konkrete Situation vor Ort in unterschiedlichen Teilen der Welt.


    Eine Teilnahme vor Ort ist je nach Infektionsgeschehen möglich.
    Es gilt das Hygienekonzept des Bellevue di Monaco: https://bellevuedimonaco.de/hygienekonzept/
    Falls Sie vor Ort im Publikum teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte an: mge.rbs@muenchen.de


    Die Veranstaltung wird auf folgender Seite im Livestream zu sehen sein: https://www.pi-muenchen.de/veranstaltungsreihe-muenchen-global-engagiert/

  • Arbeitskreis Harare-München-Partnerschaft (HaMuPa)

    Die Treffen des Arbeitskreises Harare-München-Partnerschaft finden derzeit über Zoom statt. Sie sind weiterhin offen für alle Interessierten. Zur Teilnahme bitte bei Regina Hein: rghein@gmx.net anmelden, der Link wird dann zugeschickt.

    Kontakt HaMuPa c/o Nord Süd Forum München e.V. Schwanthaler Str. 80, RG 80336 München

  • Ausstellung "Land&Wirtschaft - Wer erntet? Porträts aus Tansania und Deutschland"

    Bäuerinnen und Bauern aus Deutschland und Tansania berichten in der Ausstellung über ihre Arbeitsbedingungen. So unterschiedlich der Alltag und die Situation in den beiden Ländern auch sind, die Befragten machen in ihren Interviews deutlich, dass ihr Leben durch die Förderpolitik stark beeinflusst wird. Die Fotoausstellung ist Ergebnis mehrerer Recherche-Reisen. Die Ausstellung zeigt auf 20 Tafeln sehr persönliche Bilder und Eindrücke aus dem Arbeitsalltag der Bäuerinnen und Bauern. Während bei den deutschen Bäuerinnen und Bauern die EU-Agrarpolitik stark die Erzeugerpreise drückt, kämpfen die Kolleg*innen in Tansania um das Land, was sie bisher für Nahrungsmittelanbau nutzen konnten, nun aber wegen der Verpachtung des Landes an Großinvestoren verloren haben.

    Eine Ausstellung der Agrar Koordination, wir zeigen sie im Rahmen unseres Themenjahres Globale Gerechtigkeit und des Münchner Klimaherbstes.

    Die Ausstellung kann den ganzen Oktober lang zu den Öffnungszeiten des EineWeltHauses im Foyer besucht werden!

    Foto (c) Fred Dott.

    Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ

  • AUFGETISCHT. Wer ernährt die Welt?

    Fr. 29. Oktober, 16.30 bis 21.30 Uhr I Vorträge und Podium

    Sa. 30. Oktober, 09.30 bis 16.30 Uhr I Workshops und politische Werkstatt

    Bitte anmelden - Infos s. unten!

    AUFGETISCHT Tag 1, Freitag, 29. Oktober 2021, 16.30 bis 21.30 Uhr

    Wie sind die Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft, Klimawandel und Globaler Gerechtigkeit? Warum ist die aktuelle Ernährungssituation von Überfluss einerseits und Mangel andererseits geprägt? Und, vor allem: Wie schaffen wir Ernährungsgerechtigkeit? Mit unseren KeynotesprecherInnen Stefanie Lemke und Felix Prinz zu Löwenstein (sowie den Workshop-Referent*innen des Folgetages) gehen wir diesen Fragen nach. Zwischen den Impulsen wird es viel Raum für Fragen der Teilnehmenden geben.

    Die Eingangs-Vorträge:

    Ernährungssicherung und Ernährungssouveränität durch Ökologische Landwirtschaft

    Felix Prinz zu Löwenstein hat seinen landwirtschaftlichen Betrieb von konventionell auf bio umgestellt. Er ist die Stimme für Ökolandbau in Deutschland, Mitglied in zahlreichen Gremien und Autor des Buches Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr.

    Geschlechtergerechtigkeit und Teilhabe für nachhaltige Ernährungssysteme

    Dr. Stefanie Lemke forscht zu Über- und Mangelernährung mit Fokus Geschlechtergerechtigkeit und Empowerment marginalisierter Gruppen. Sie hat in Hohenheim und Coventry gelehrt, aktuell hat sie eine Professur am Institut für Entwicklungsforschung in Wien inne.

    Mit spannenden Podiums-Gästen: Stefanie Lemke, Felix Prinz zu Löwenstein, Roman Herre (Agrarreferent FIAN Deutschland), Daniela Schmid (Münchner Ernährungsrat), Markus Wolter (Referent für Ernährung & Landwirtschaft, MISEREOR). Moderation: Katharina Niemeyer, Projektbetreuung Öko-Modellregionen Bayern

    AUFGETISCHT Tag 2, Samstag, 30. Oktober 2021, 9.30 bis 16.30 Uhr

    Wir erarbeiten Konzepte für Ernährungsgerechtigkeit! Im Gespräch miteinander, beim gemeinsamen Essen und in fünf spannenden Workshops:

    *Lieferservice global. Was bedeutet der Lebensmittelexport aus den Ländern des Südens? (Heinz Schulze, Lateinamerika AK)

    *Die lautlose Eroberung - Globale Finanzströme und der Hunger auf Land (Roman Herre, Agrarreferent FIAN Deutschland)

    *Wiesn beweltackern - Die Wiesn als globales Aushängeschild für Genuss und Nachhaltigkeit. Eine Zukunfts-Werkstatt (Vincent Fricke & Lucia Rizzo, Münchner Ernährungsrat)

    *True Cost - die wahren Kosten unserer Lebensmittel (Markus Wolter, Referent für Ernährung und Landwirtschaft bei MISEREOR; Evi Weichenrieder, Leitung Nachhaltigkeitskommunikation bei HIPP)

    Durch die diversen Themen beleuchten wir verschiedene Dimensionen (global, europäisch, kommunal) von Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährung(sgerechtigkeit) und finden heraus, wie alles zusammenhängt und was globale Zustände mit lokalen Entscheidungen zu tun haben. Im Anschluss an die Workshopphase wird es bei einem gemeinsamen Essen (natürlich bio, fair und/oder gerettet) viel Raum für freien Austausch geben. Zum Abschluss führen wir die Erkenntnisse der letzten beiden Tage in einer politischen Werkstatt zusammen und formulieren gemeinsam, was sich in München für eine global gerechte Ernährung der Kommune noch tun muss.

    Eine Anmeldung ist erforderlich: info@nordsuedforum.de

    Veranstalter: Nord Süd Forum München und MISEREOR in Bayern in Kooperation mit FIAN, Münchner Ernährungsrat, Germanwatch, TERRE DES FEMMES, Münchner Klimaherbst

    Eintritt: 10 Euro für Verpflegung, bitte in bar mitbringen

    Kontakt: info@nordsuedforum.de

    Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ

  • OpenDOKU – The Tundra Book: A Tale of Vukvukai, The Little Rock

    Der 72-jährige Vukvukai ist sehr angesehen in der tschuktschischen Rentierhirten-Gemeinschaft. Jederzeit ist er bereit, geradeheraus seine Meinung zu sagen und scharfsinnige Beobachtungen zu machen. In zwölf Kapiteln über die zwölf Monate eines Jahres erzählt Vukvukai die Geschichte des selbsternannten Rentiervolkes, von ihrem ständigen Kampf ums Überleben und der Bewahrung ihrer Lebensweise. Unaufdringlich und respektvoll zeigt der Film ein Volk, dessen Leben sowohl eng mit den faszinierenden Rentieren verbunden ist, als auch mit den unversöhnlichen Wetterbedingungen der riesigen Tundra.
    Veranstaltende*r: Nord Süd Forum München, GfbV RG München, Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte
    Eintritt: frei

  • Feminismus global – Zu Geschlechtergerechtigkeit gehören Antirassismus und Systemkritik (online)

    Wenn Frauen generell als schwach und verwundbar betrachtet werden, dann läuft was falsch. Ebenso wenn Frauen aus Osteuropa zu Dumping-Löhnen die Sorgearbeit in deutschen Haushalten übernehmen oder im Globalen Süden in ausbeuterische Wertschöpfungsketten integriert werden. Sie bekommen dann nur „ein größeres Stück vom vergifteten Kuchen.“ Mit Christa Wichterich (Soziologin, Dozentin, Autorin) diskutieren wir, warum Feminismus auch antirassistisch, herrschafts- und systemkritisch sein muss und was das für Entwicklungszusammenarbeit und gesellschaftliches Miteinander bedeutet.

    Mehr Infos zur Teilnahme unter www.nordsuedforum.de



  • EineWelt-Report „Nachschärfen“ für (Ernährungs)gerechtigkeit

    Wie hängen Landwirtschaft, Klimawandel und Globale Gerechtigkeit zusammen? Wie schaffen wir Ernährungsgerechtigkeit?

    Mit einem Rückblick auf die Konferenz „Aufgetischt. Wer ernährt die Welt?“ wo wir uns mit Mitmenschen, Expert*innen und Engagierten ausgetauscht und verschiedene Aspekte des globalisierten Ernährungssystems beleuchtet sowie Wege, Lösungen und positive Beispiele diskutiert und kennen gelernt haben.In der Sendung fassen wir unsere Anstöße für eine Wende im Ernährungssystem, auch in München, zusammen.

    Auf www.lora924.de

  • Empowerment in Theorie und Praxis: Teilnehmende aktivieren und ihre Potenziale stärken

    Diesen Herbst wäre Paulo Freire 100 Jahre alt geworden. Wir nehmen das zum Anlass und begeben uns auf Spurensuche: Was können wir von dem einflussreichen brasilianischen Pädagogen lernen, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteur*innen zum Wohle aller Beteiligten zu verbessern? Ein zentrales Element seiner Arbeit war „Empowerment“. Auf der Grundlage seiner Arbeit wurde die Methode REFLECT („Regenerated Freirean Literacy Through Empowering Community Techniques“) entwickelt, die schnell Verbreitung fand und heute von über 500 Organisationen in über 70 Ländern angewandt wird. Der Ansatz konzentriert sich auf die Anliegen, Ressourcen und Interessen der Lernenden und basiert auf dem Respekt und der Wertschätzung ihrer Erfahrungen und ihrer Kenntnisse.

    Nach einem Impulsvortrag von Dr. Katarina Popović (ICAE) über die Ideen und Arbeit von Paulo Freire zur Erwachsenenbildung mit anschließender Fragerunde, gehen wir in eine Praxisphase.

    In drei unterschiedlichen Kleingruppen beschäftigen wir uns mit folgenden Themen/Fragen:

    ⦁ Wie kann ich die REFLECT Methode in meiner Arbeit anwenden? Mit welchen Zielgruppen und in welchen Bereichen? Wie aktiviere und inspiriere ich meine Teilnehmer*innen durch REFLECT und ähnliche Methoden? Was sind die praktischen Voraussetzungen für die Anwendung?

    ⦁ Wie sind die Erfahrungen mit REFLECT in anderen Ländern und Weltregionen? Welche Rolle spielen Kultur und Bildungshintergrund der Teilnehmer*innen? Was konnte man in Ländern Afrikas mit der Methode erreichen und welche Rolle spielt Kontext? Können REFLECT und ähnliche Methoden erfolgreich in der Entwicklungszusammenarbeit angewandt werden?

    ⦁ Eignet sich REFLECT für die Arbeit hier in Deutschland? Wie sind die Erfahrungen in der Bildungsarbeit mit Migrant*innen, mit Geflüchteten und ähnliche Zielgruppen? In welchen Bildungseinrichtungen in Deutschland könnte man REFLECT und ähnliche Methoden anwenden?

    Hintergründe zur Referentin Dr. Katarina Popović
    Frau Dr. Popović ist Generalsekretärin des International Council for Adult Education (ICAE), Professorin für Erwachsenenbildung an der Universität Belgrad, Präsidentin der Serbischen Gesellschaft für Erwachsenenbildung und Ehrenmitglied des UNESCO Institute for Lifelong Learning (UIL). Sie ist weltweit aktiv als Ausbilderin in der Erwachsenenbildung tätig. Ihre Schwerpunkte sind Professionalisierung der Erwachsenenbildung, Train the trainer und EB-Methoden.

    Wann: 16. November 2021, 18.30 – 20.30 Uhr

    Wo: Zoom

    Anmeldung: bis 11. November 2021 über https://zoom.us/meeting/register/tJctd--gqTsjGNe4bTEQMpn6hazHYHB8uiaI

    Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit Informationen über die Teilnahme am Meeting. Bei Problemen melden sie sich gern bei info@nordsuedforum.de

    Bitte beachten Sie, dass die Zahl der Teilnehmenden auf 100 Personen begrenzt ist.

    Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie unter: https://www.pi-muenchen.de/veranstaltungsreihe-muenchen-global-engagiert

  • Mitglieder-Plenum

    Die Mitglieder des Nord Süd Forum München e.V. treffen sich alle zwei Monate im Plenum, um sich auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.

    Das Plenum ist öffentlich. Deshalb freuen wir uns über Ihr Interesse und heißen Sie herzlich willkommen!

  • Paulo Freire - Inspirationsquelle für kritische Bildung und progressive Kultur in Brasilien

    In dieser Online-Begegnung soll es darum gehen, wie die Pädagogik Paulo Freires in der jungen Generation der Dozierenden an Universitäten in Brasilien eine Rolle spielt und wie sie gerade mit Bezug auf die Lehramtsbildung aufgegriffen wird. Ist Paulo Freire hier eine Randfigur oder kommt seiner Pädagogik vor dem Hintergrund der gegenwärtigen politischen Situation in Brasilien eine neue Bedeutung zu? Sehen junge Menschen in Freire eine Inspirationsquelle für kritische Bildung und eine progressive Kultur in Brasilien? Welche Kraft könnte hinter Freires Pädagogik heute noch stecken – in Brasilien und auch hier in Deutschland?

    Referenten: Diego Kosbiau Trevisan und Alexandre Fernandez Vaz, Department für Philosophie, Bundesuniversität von Santa Catarina, Florianopolis, Brasilien
    Moderation: Jana Funk, Bildung trifft Entwicklung Bayern
    Ort: Die Veranstaltung findet im virtuellen Raum statt, hierfür nutzen wir die Plattform zoom.

    Anmeldungen an: r.thalhammer@nordsuedforum.de
    Nach der Anmeldung erhalten Sie den Login-Link für den zoom-Raum.

    Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Bildung trifft Entwicklung Bayern (BtE) und dem Zertifikatsprogramm el mundo für Lehramtsstudierende der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München statt.