Radiosendung "Eine Welt Report"
Unsere monatliche Radiosendung auf Radio LORA München 92,4
Der Eine-Welt-Report aus München – für eine solidarische Welt lokal und global.
Sendezeit: jeden dritten Montag im Monat von 20-21 Uhr und jeden fünften Mittwoch im Monat von 17 bis 18 Uhr.
Oder in der Mediathek über das Audioportal Freier Radios
In unserer Sendung berichten engagierte Menschen, die sich für internationale Gerechtigkeit einsetzen, über ihre Anliegen, über ihre Erfahrungen, über die Situation in den Ländern, wo sie aktiv sind, und über Wege nach vorn.
Unser Thema: Nachrichten aus der Einen Welt und lokal-globale Zusammenhänge. Wir benennen, analysieren und kritisieren Unterdrückung, Ausbeutung und Naturzerstörung. Und wir beschreiben, inwieweit wir selbst soziale Ungerechtigkeiten fortschreiben und welche Handlungsmöglichkeiten wir haben, als Einzelpersonen und als Gesellschaft.
Viele der InterviewpartnerInnen kommen aus den Mitgliedsgruppen des Nord Süd Forums München.
Unser Moderator Kevin Kaisig stellt die richtigen Fragen.
Wir freuen uns über Rückmeldungen zu den Sendungen an k.kaisig[at]nordsuedforum.de
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Eine-Welt-Report: Münchner Stadtwerke beteiligt an kolonialer Enteignung von Sápmi
Interview mit Camilla Therese Karlsen, samische Künstlerin und Gründerin der Bühnenkunstgesellschaft Ulv & Ugle. Wir sprechen über die Auswirkungen von Windparks auf die Lebensweise und die Kultur des indigenen Volks der Sàmi, dessen Siedlungsgebiet Sápmi sich über Norwegen, Schweden, Finnland und die Kola-Halbinsel in Russland erstreckt. Wie wird dort grüne Energie erzeugt und welche elektrischen Lügen werden erzählt? Die Stadtwerke München sind mit 29 % am Roan-Windpark auf der Halbinsel Fosen in Norwegen beteiligt, dessen Baulizenzen im Oktober 2021 vom Obersten Gerichtshof Norwegens nachträglich aberkannt wurden, weil der Park die Rechte der samischen Rentierhirt*innen vor Ort verletzt. Doch seither laufen die Turbinen weiter und auch ein Mediationsverfahren von 2024 hat bisher nicht zu handfesten Ergebnissen geführt. Sind Windräder auf Fosen gerechtfertigt, wenn wir sie nicht vor der eigenen Haustür haben wollen, und kommt der erzeugte Strom überhaupt nach München? Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Humanitäre Hilfe für Myanmar - Einblicke aus dem Einsatz vor Ort
Interview mit Carola Gerhardinger von der humanitären Organisation LandsAid. Im März 2025 hat ein Erdbeben der Stärke 7,7 Myanmar erschüttert. Mit mehr als 5.300 Toten war es das schwerste des Landes seit 1930. Carola Gerhardinger hat das Land bereits mehrmals besucht, um humanitäre Hilfe zu leisten und zu koordinieren. Im Interview berichtet sie ein Jahr nach dem schweren Beben von ihrer jüngsten Reise nach Myanmar und den dortigen Erlebnissen, ihrem Besuch am Inle-See und in den Slums der größten Stadt des Landes, Rangun. Was kann humanitäre Hilfe leisten – auch gegen das Vergessen von Krisen – und was nicht? Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Verdi für den Schutz von Sexarbeit – fortschrittlich oder frauenverachtend?
Interview mit Silvia Reckermann von der Aktionsgruppe Gleichstellung Bayern (AGGB). Wir sprechen über das im März 2025 veröffentlichte Positionspapier von Verdi, das Sexarbeit als selbstbestimmte Erwerbstätigkeit einordnet. Gewerkschaften sind ein Grundpfeiler der Demokratie und stehen seit Jahrzehnten für den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Doch kann dieser Anspruch auch für die Prostitution oder die „Sexarbeit“ gelten? Lassen sich „Arbeitsbedingungen“ im Milieu verbessern? Oder ist nicht allein der Versuch bereits eine Abschaffung gewerkschaftlicher Kernideen? Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Gewaltfreie Aktionen verändern ungerechte Verhältnisse in den Amerikas
Interview mit Dr. María Belén Garrido, der Direktorin des Regionalinstituts für Studium und Praxis strategisch-gewaltfreier Aktionen in den Amerikas. Das Institut bietet Kurse an – derzeit größtenteils im lateinamerikanischen Raum – um Aktivist*innen dabei zu unterstützen, sich zu vernetzen, auszutauschen und sich effizienter für Gerechtigkeit und sozialen Wandel einzusetzen. Über Podcasts und Blogs übermittelt das Institut viele dieser Geschichten. Wir sprechen darüber, was gewaltfreie Aktionen eigentlich sind, welche Rolle sie spielen können, um korrupte Regime abzusetzen, Massengräueltaten zu verhindern oder der organisierten Kriminalität entgegenzutreten. Welche Auswirkungen hatte die Arbeit des Instituts über die letzten Jahre? Und was können wir hier in Europa von den Beispielen aus Lateinamerika lernen, die zeigen, dass – wissenschaftlich erwiesen – Training in Gewaltfreiheit die Wirksamkeit von Aktionen steigert und staatliche Gewalt verringert. Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 – Tanz auf dem Vulkan?
Interview mit Thomas Mohr und Christoph Steinbrink von der Projektgruppe Münchner Sicherheitskonferenz verändern (MSKv). Am Wochenende vom 13.-15.02.2026 hat die Münchner Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof stattgefunden. Das Ziel der Projektgruppe MSKv ist es, der Konferenz mehr Friedenslogik einzuhauchen. Im Gespräch gehen wir den Fragen nach, ob die Konferenz und militärische Stärke tatsächlich zu mehr Sicherheit beitragen und ob es gelingen kann, Einfluss auf die Konferenz zu üben. Wir hören von den zwei Beobachterinnen, die über die Initiative diesmal an der Konferenz teilnehmen konnten. Was wurde in den nichtöffentlichen Veranstaltungen diskutiert? Wie sehr wird von einem Kriegsszenario 2029 ausgegangen? Welche Rolle spielen diplomatische Mittel? Und was ist mit menschlicher Sicherheit und der jungen Generation? Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Die Kehrseite des glänzenden Goldes
Interview mit Heinz Schulze von der Informationsstelle Peru. Wir sprechen über den Goldabbau und seine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt am Beispiel der Andenregion in Peru: Ein Ehering aus Gold steht für ungefähr 12 Tonnen Giftmüll. Was steckt dahinter? In welchem Verhältnis stehen legaler und illegaler Goldabbau? Lässt sich die Herkunft von Gold hier in Deutschland zurückverfolgen und was heißt das für das Konsumverhalten? Wir diskutieren diese Fragen, sprechen über Goldvorkommen in den Alpen und darüber, warum die Eigenschaften von Gold eine Wiederverwertung so attraktiv machen. Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Wie wirst du soziale*r Innovator*in?
Interview mit Sabriye Tenberken und Paul Kronenberg vom Institut Kanthari, einem internationalen Ausbildungszentrum für Gründer*innen sozialer Projekte in Kerala, Indien. Sabriye, selber blind, und Paul gründeten 1998 in Tibet eine Schule für Blinde und sehbehinderte Kinder: Braille Without Borders. Aus ihren Erfahrungen und den vielen überwundenen Hürden entwickelten sie ein zwölfmonatiges Ausbildungsprogramm das Teilnehmenden aus aller Welt die Werkzeuge, das Wissen und das Selbstvertrauen vermittelt, um eigene Organisationen aufzubauen und zu leiten. Im Interview sprechen wir über Kanthari, die Ausbildung und über einige der sozialen Projekte, die Teilnehmende umgesetzt haben. Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Wie steht es um Frieden und Versöhnung in Kolumbien?
Interview mit Stefan Peters, Professor für Internationale Beziehungen und Friedensforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Direktor des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts CAPAZ. Wir sprechen über die Hintergründe des bewaffneten Konflikts in Kolumbien und des Friedensabkommens von 2016. Wie steht es heute um den Friedensprozess in Kolumbien? Was konnte erreicht werden und wo liegen die Herausforderungen? Und warum ist es – auch aus deutscher Sicht – wichtig Friedensprozesse zu unterstützen? Das Interview wurde Ende Oktober 2025 auf dem II. Internationalen Friedensforum in Granada, Spanien, geführt. Die Tonqualität wurde leicht bearbeitet, um Hintergrundgeräusche auszublenden. Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Wie der gesellschaftlichen Spaltung entgegentreten?
Interview mit Danny Carvajal, Menschenrechtsaktivist und Bildungsreferent bei Aluna Minga, Organisator der Tertulia Freireana im Nord Süd Forum und Doktorand am Lehrstuhl für Interkulturellen Sozialen Wandel an der Hochschule für Philosophie in München. In Zeiten der gesellschaftlichen Polarisierung wird weniger miteinander als vielmehr übereinander gesprochen. Höchste Zeit also, um grundlegend über Dialog nachzudenken und zu sprechen. Wir gehen der Frage nach, was einen Dialog auszeichnet warum der Dialog mit Menschwerdung und Befreiung zusammenhängt. Eine Einladung an alle, vermehrt das Gespräch zu suchen. Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Wie Menschenhandel und Prostitution die Gleichstellungspolitik untergraben
Interview mit Silvia Reckermann von der Aktionsgruppe Gleichstellung Bayern (AGGB). Wir sprechen über die Verflechtung von Prostitution und Menschenhandel, die so untrennbar miteinander verbunden sind, wie unser Konsum und der Klimawandel. Warum haben beide einen direkten Einfluss auf Gleichstellungsfragen? Exemplarisch analysieren wir im Interview die jüngst erschiene Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN). Was tut der Staat, wenn er brisante Entscheidungen für den Schutz von Frauen und Mädchen einfach nicht treffen will? Wie lässt sich politisches Handeln immer wieder hinauszögern oder vermeiden? Was können wir alle tun können, um den Staat an seine Pflichten zu erinnern und insbesondere den Schutz von vulnerablen Frauen und Mädchen aus dem globalen Süden einzufordern? Eine-Welt-Report mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Gedenken an 80. Jahrestag der Atombombe
Interview mit Monika Seiller von der Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte. Wir sprechen anlässlich des 80. Jahrestags der Atombombe über die ersten Opfer des Nuklearprogramms: die indigenen Völker Nordamerikas. Beim Gedenken an Hiroshima und Nagasaki werden die Atombombentests oft vergessen. Der erste fand am 16. Juli 1945 auf der Trinity Test Site in New Mexico auf indigenem Gebiet stattfand. Die Folgen der Atomtests – später in Nevada und auf den Marshallinseln – sowie des Uranabbaus zeitigen auch heute noch gravierende Auswirkungen. Wir diskutieren Entschädigungen und unsere Verantwortung in Europa. Sowohl Atomwaffen als auch Kernkraftwerke sind auf Uran angewiesen, das größtenteils von indigenem Land stammt. Und wir werfen einen Blick auf Protest und Widerstand der Indigenen, der sich u.a. in der Musik ausdrückt, z.B. bei Sihasin mit „Never Surrender“. EineWeltReport mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Keine Zeit für Klimawandel?
Interview mit Simon Kloos, promovierter Ökoklimatologe und freier Dozent im Bereich der Klimaforschung. Im Jahr 2024 war die globale Durchschnittstemperatur erstmalig mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Im Pariser Klimaabkommen hatte man sich auf das 1,5-Grad-Ziel geeinigt. Wo stehen wir beim Klimawandel? Haben wir noch Zeit? Oder ist sie schon abgelaufen? Diesen Fragen gehen wir in der Sendung nach und besprechen den aktuellen Wissensstand zu Erderwärmung, Zukunftsszenarien und Kipppunkten. Neben globalen und lokalen Auswirkungen des Klimawandels beleuchten wir Handlungsstrategien und erörtern, warum viele Totschlagargumente in die Irre führen. EineWeltReport mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Wie nachhaltig ist München?
Interview mit Dr. Stephanie Hirn und Helmut Schmidt von der Münchner Initiative Nachhaltigkeit (MIN). Im Gespräch geht es um die Agenda 2030 in München: Was ist gut und wo hapert es noch? Wo liegen die Widersprüche? Die MIN – ein offener, überparteilicher Zusammenschluss von überwiegend zivilgesellschaftlichen Organisationen – hat dazu eine Zwischenbilanz gezogen sowie Forderungen und Ideen entwickelt, um die Herausforderungen anzugehen. Wir diskutieren konkrete Projekte und was hinter der fairen Wiesn, dem Equal Care Day sowie dem WestendKiez steht. Link zur MIN: https://www.m-i-n.net/ EineWeltReport mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Paulo Freire und das Ringen um eine befreiende Bildung
Interview mit Danny Carvajal, Doktorand am Lehrstuhl für Interkulturellen Sozialen Wandel an der Hochschule für Philosophie in München, Menschenrechtsaktivist und Bildungsreferent beim Nord Süd Forum München und bei Aluna Minga. In einem informellen Gespräch widmen wir uns dem einflussreichen brasilianischen Pädagogen und Philosophen Paulo Freire – und gehen der Frage nach, wie uns Bildung unterdrückt bzw. befreit. Das Alphabetisierungsprogramm, mit dem Freire marginalisierten Bevölkerungsschichten in nur 40 Tagen Lesen und Schreiben beibringen konnte, hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt – genauso wenig seine scharfe Kritik am traditionellen Bildungssystem, das eine Schweigekultur begünstigt. Denn Freire ging es nie nur um Wissensvermittlung, sondern um Bewusstseinsbildung und die Schaffung einer Dialogkultur, in der sich Beziehungen der Unterdrückung auflösen. EineWeltReport mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt) -
Eine-Welt-Report: Delegierte der Asháninka zu Gast in Partnerstadt München
Interview mit Yanet Velasco Castillo und Meqlui Huamán Delgadillo vom indigenen Volk der Asháninka. Beide vertreten die indigene politische Organisation CARE (Central Asháninka del Río Ene – Zentralbüro der Asháninka am Fluss Ene). Sie berichten über die Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen und die Zerstörung des Regenwaldes, u.a. durch illegale Aktivitäten wie den Kokaanbau oder den Holzeinschlag. Darüber hinaus sind sie durch das große Staudammprojekt Pakitzapango gefährdet, das mehrere der Dorfgemeinschaften, die CARE vertritt, vertreiben und eine große Fläche des Regenwaldes fluten würde. Yanet und Melqui berichten von CAREs Maßnahmen und Projekten, dem Drohnensystem sowie von ihren Erwartungen an München. Mit der Stadt sind sie über die Klimapartnerschaft München-Asháninka verbunden. Beide waren im Rahmen einer Delegationsreise fast eineinhalb Wochen vor Ort. Die Asháninka sind mit rund 80-90.000 Menschen das größte indigene Volk im peruanischen Amazonasgebiet. EineWeltReport mit Kevin Kaisig (Nord Süd Forum München e.V. - für eine solidarische Welt)