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1999
Im Rahmen der Kampagne Erlasssjahr 2000 veranstaltet das Nord-Süd-Forum neben Aktionen, Seminaren und kleineren Veranstaltungen im Juni das SchuldenStreich-Konzert, ein Open Air Benefiz-Konzert mit vielen Künstlergruppen, Interviewpartnern und Infoständen, auf der Seebühne im Westpark.
Flyer SchuldenStreichkonzert
FotosIm Bereich Fairer Handel führt das Nord-Süd-Forum unter der Beteiligung vieler Gruppen im April eine Infoveranstaltung – den Fair-Action-Tag – an der Münchner Freiheit durch, an dem sich unter anderem auch die Verbraucherzentrale beteiligt. Die Besucher werden dort über internationale Handelsbeziehungen, die Produktionsbedingungen der südlichen Halbkugel und über die Möglichkeiten anders einzukaufen informiert.
Flyer Fair Action
Fotos
Ein weiterer Erfolg zum Thema Fairer Handel ist auch die Umstellung der Münchner Kleiderkammer auf die Kriterien der FairWertung.
Unter dem Motto „Jambo One World“ feiert das Nord-Süd-Forum sein zehnjähriges Bestehen im Münchner Backstage. Im Nachmittagsprogramm für Kinder treten unter anderem Jongleure, die Kinder-Breakdancegruppe „Street Crazy Styles“ und die Reggaegruppe „Power Girls“ auf. Am Abend können die Besucher sich die Aufführung des Improvisationstheaters „Tatwort“ ansehen und Folkloremusik und dem Trommeln von Jossy Wilson lauschen. Alle Künstler verzichten auf eine Gage, so dass der Erlös dem Eine Welt Haus zugute kommt.
Flyer Feiern Sie mit
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1998
Im Februar beteiligt sich das Nord-Süd-Forum an der Eröffnung der Neuen Messe München mit der Ausstellung „Weltreise nach nebenan“ mit vielen Aktionsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die auch von mehreren Schulklassen genutzt werden.
Flyer
Foto
Das Nord-Süd-Forum trägt mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen zu den internationalen Kampagnen gegen das M.A.I. (Multilaterale Investitionsabkommen) und das „Erlassjahr 2000“, eine internationale Initiative, die sich für einen gerechteren Finanzausgleich zwischen den nördlichen und südlichen Ländern einsetzt, bei.
Flyer Keinen Freibrief für multinationale Konzerne
Im Dezember findet in Kooperation mit dem Kulturreferat und der Stiftung Umverteilen die erste Benefizveranstaltung „Weltweit – Kabarett und Musik für das Projekt EINE WELT HAUS“ zugunsten des Eine Welt Hauses statt. Die Veranstaltung findet im Münchner Volkstheater statt und wird von Christian Ude eröffnet. Neben musikalischen Aufführungen ist auch der Kabarettist Django Asül vertreten.
Flyer
Fotos
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1997
Die im Konzeptionskreis Eine Welt Haus vertretenen Gruppen arbeiten weiter an einem Konzept für ein Eine Welt Haus München und legen dieses Parteien, der Stadt München und anderen Stellen vor. Verschiedene Objekte werden besichtigt, an Finanzierungs- und Strukturfragen gearbeitet. Im Dezember 1997 wird schließlich der Trägerkreises Eine Welt Haus München e.V. gegründet. Dieser übernimmt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt die Weiterentwicklung des Projekts.
Im Zuge der Münchner Agenda 21 gelingt es dem Nord-Süd-Forum erfolgreich zur Ausweitung des fairen Handels in München beizutragen. So kann es 1997 erstmals den Verkauf von FairKaffee auf dem Münchner Oktoberfest, in der Mensa, im Tierpark und an städtischen Schulen erzielen. Auch startet 1997 die Kampagne FairWertung von Altkleidern.
Flyer FairWertung von Altkleidern
Der Arbeitskreis Eine Welt Pädagogik intensiviert seine Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle Eine Welt am Pädagogischen Institut und mit der Stadtschulrätin. Er konzipiert und beteiligt sich dazu an der Durchführung von Lehrerfortbildungsveranstaltungen und führt sogenannte Multiplikatoren-Seminare durch. Ebenso beteiligt sich der Arbeitskreis am II. bayernweiten Bildungskongresses „Schule in Zeiten der Globalisierung“. Er vermittelt Gäste aus Entwicklungsländern und organisiert Begegnungen mit LehrerInnen und SchülerInnen aus der Dritten Welt.
Seit 1991 ist München Mitglied im Klimabündnisses europäischer Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V. 1997 bekommt München schließlich mit dem Volk der Asháninka einen Partner in diesem Klimabündnis.
Plakat München-Amazonas
Weitere Informationen finden Sie unter Asháninka.
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1996
Bereits am 22. März 1995 beschließt der Münchner Stadtrat mit der Stadt Harare eine Städtepartnerschaft einzugehen. Diese Partnerschaft wird schließlich am 01. April 1996 in Harare durch den Bürgermeister von Harare, Solomon Tawengwa, und Oberbürgermeister Christian Ude besiegelt.
Urkunden Städtepartnerschaft
Link zur Harare-München-Partnerschaft
Von Februar bis Juni arbeitet das Nord-Süd-Forum intensiv bei der Planung und Durchführung der Afrika Kulturwochen „mawuya afrika“, die vom Kulturreferat veranstaltet werden, mit. Zusammen mit etlichen Mitgliedsgruppen sowie anderen befreundeten Gruppen beteiligt es sich im April am Afrikanischen Markt, der zu einem zweitägigen Veranstaltungsprogramm „Unterm Baobab“ in der Muffathalle gehört.
Flyer Unterm Baobab
Auch in diesem Jahr ist das Nord-Süd-Forum am Münchner Umwelttag auf dem Marienplatz beteiligt. Mit zahlreichen Mitgliedsgruppen und zwei weiteren Gruppen veranstaltet es – in Kooperation mit medico international, dem Öko-Fonds sowie dem Kulturreferat - ganztägig eine Kampagne gegen die Herstellung und Verbreitung von Landminen. Mit einem simulierten Landminenteppich, mehreren Infoständen, dem Prothesenmensch und vielen anderen Aktionen erzielt es eine gute Resonanz beim Publikum.
Kampagne gegen Landminen
Ebenso beteiligt sich das Nord-Süd-Forum an der Vorbereitung und Durchführung eines Vortrags mit Vandana Shiva, der Trägerin des Alternativen Nobelpreises, im Gasteig. Vandana Shiva referiert in beeindruckender Weise zum Thema „Sicherung der Welternährung durch Freihandel und Genkolonialismus“.
Im Oktober führt das Nord-Süd-Forum in Kooperation mit dem Kulturreferat und der GEW eine Lesung zur aktuellen Lage und den Perspektiven des neuen Südafrika im großen DGB-Saal durch. Denis Goldberg liest aus Nelson Mandelas „Der lange Weg zur Freiheit“.
Angestoßen durch einen workshop werden der Wunsch und der Bedarf nach einem Eine Welt Haus in München wir immer deutlicher. Zu diesem Zweck bildet sich in der ersten Jahreshälfte ein neuer Arbeitskreis, der ein inhaltliches und finanzielles Konzept für ein Eine Welt Haus erstellen soll.
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1995
Das Nord-Süd-Forum beteiligt sich mit diversen Veranstaltungen und Aktionen an der Umsetzung der Agenda 21 in München.
Um LehrerInnen und SchülerInnen die Dritte Welt Arbeit in München vorzustellen und zu erläutern, finden zwei Seminare mit den Themen „Unterstützenswerte Projekte in Ländern der sog. Dritten Welt“ und „Dritte Welt Arbeit in München – ein Überblick“ statt. Des Weiteren bereitet der Arbeitskreis Eine-Welt-Pädagogik die erste landesweite Fachtagung Schule und Eine Welt vor.
Im Rahmen der Coca-Kampagne werden 20 Hersteller pflanzlicher Arzneimittel angeschrieben und auf die positiven Wirkungen der Heilpflanze Coca hingewiesen. Die Resonanz der pharmazeutischen Hersteller ist durchwegs positiv. Zur Thematik „Coca ist kein Kokain“ finden in diesem Jahr weitere Veranstaltungen statt.
Zum ersten Mal findet am 22. Juni auf dem Münchner Marienplatz der Tag der Umwelt zusammen mit dem Dritte-Welt-Tag, den das Nord-Süd-Forum ausrichtet, statt. Die Mitgliedsgruppen und engagierte Mitarbeiter haben dazu ein informatives Programm zusammen gestellt: ein Fahrrad-Taxi aus Uganda soll ein alternatives Konzept im Münchner Stadtverkehr darstellen, den Weg der Kaffeebohne bis in die Kaffeetasse können die Besucher durch einen Parcours selbst erleben, und viele andere Aktionen mehr.
Fotos
Flyer Umwelt und Eine Welt Tag
Auch 1995 werden Aktionen zu Fairem Handel durchgeführt, so z.B. eine Initiative in städtischen Kantinen und Einrichtungen mit dem Ziel, dort fair gehandelten Kaffee und Tee einzuführen.
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1994
Das Kulturreferat der Stadt München bewilligt die finanziellen Mittel zur Einstellung einer Geschäftsführung in Teilzeit und die Deckung der Sachkosten einer Geschäftsstelle.
Zu den beiden bestehenden Arbeitskreisen Eine-Welt-Pädagogik und Lateinamerika kommt ein neuer Arbeitskreis mit dem Namen „Afrika – Städtepartnerschaft Harare“ hinzu. Dieser Arbeitskreis besteht bis heute, er wird später in Arbeitskreis „Harare-München-Partnerschaft“ (HaMuPa) umbenannt. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, die Städtepartnerschaft Münchens mit der Stadt Harare vorzubereiten mit einem klaren Ziel: „Austausch“ statt „Einbahnstrasse“.
Link zur Harare-München-Partnerschaft
Die Stadt beschließt die Einrichtung der Arbeitsstelle EineWelt im Pädagogischen Institut der Stadt München.
Im Juli beteiligt sich das Nord-Süd-Forum zusammen mit anderen Vereinen und dem Kulturreferat an der Vorbereitung und Durchführung einer Großveranstaltung im DGB-Haus mit dem brasilianischen Pädagogen Paulo Freire. Dieser ist durch sein Buch „Pädagogik der Unterdrückten“ weltweit bekannt.
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1993
Zum ersten Mal veranstaltet der Lateinamerika-Arbeitskreis die Münchner „Woche des lateinamerikanischen Videos“ (I. semana del video popular latinoamericano). Thematisch geht es in diesen Videos sowohl um ökologische sowie globale Fragestellungen als auch um die Situationen verschiedener Bevölkerungsgruppen Lateinamerikas und deren Perspektiven.
Flyer der Videowoche
1993 beginnt das Nord-Süd-Forum sich intensiv mit Fragen ethisch-ökologischer Konsumkriterien auseinanderzusetzen, die auch in den darauffolgenden Jahren und bis heute immer wieder eine große Rolle spielen.
Flyer der Veranstaltung Kaffee gleich Kaffee
Des Weiteren informiert das Nord-Süd-Forum zum Thema Konsumverhalten in einem Seminar über die Geschichte, die Produktionsbedingungen und die Vermarktung der Banane sowie über die Hintergründe der neuen EG-Regelung, eine 20%ige Steuer auf die Bananenimporte aus Lateinamerika zu erheben.
1993 findet die Auftaktveranstaltung der Kampagne „Coca ist nicht gleich Kokain“ statt. Es wird aufgezeigt, dass die Coca-Pflanze für die indigenen Völker ein uraltes Nutzgewächs bzw. eine Heilpflanze ist und erst die Europäer - später auch andere Teile der Welt – eine Droge aus dieser Pflanze gemacht haben.
Flyer Coca ist kein Cocain
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1992
Am 12. Oktober 1992 jährt sich die „Entdeckung“ oder besser die Besetzung Lateinamerikas zum 500. Mal. Dieser Tag steht für ein halbes Jahrtausend der Versklavung, Ausbeutung und Abhängigkeit. Anlässlich des Ereignisses „500 Jahre Lateinamerika“ führt das Nord-Süd-Forum zahlreiche Aktionen durch.
2 Flyer von 1991
Fotos auf dem Münchner Marienplatz,
Bild von Heinz mit Latinos
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1991
Das Nord-Süd-Forum bekommt für den Verein ein eigenes Büro, eine ca. 10m² Kammer, in den Räumen des Dritte Welt Cafes. Die Leitung übernimmt Sigrid Schacht, sie leitet das Büro bis 1993.
Auf Bemühungen des Nord-Süd-Forums tritt München im Januar 1991 dem Klimabündnis europäischer Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V. bei. Mit dem Ziel, das Weltklima zu schützen, verpflichten sich die Mitglieder den CO2-Ausstoß zu reduzieren, den Energieverbrauch zu verringern und motorisierten Verkehr zu drosseln. Ferner sind sie verpflichtet, auf die Verwendung von Tropenholz zu verzichten und die Projekte ihrer indigenen Partner zu unterstützen.
Das Nord-Süd-Forum organisiert in Kooperation mit der MVHS anlässlich des Golfkrieges eine Veranstaltung zum Thema „Rüstungsexporte in die Dritte Welt – Unser Wohlstand auf Kosten der Armen?“am Anton-Fingerle-Zentrum. [caption id="attachment_1281" align="aligncenter" width="212"] Flyer Rüstungsexporte[/caption]
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1990
Gemeinsam mit dem Kulturreferat, der Caritas und der AWO veranstaltet das Nord-Süd-Forum zum ersten Mal die Eine-Welt-Woche in München. Schwerpunkte sind die Themen Afrika, Asien und Lateinamerika.
Im Münchner Rathaus findet mit VertreterInnen der Stadt München und des Nord-Süd-Forums der erste Entwicklungspolitische Ratschlag statt. Die Wünsche und Forderungen des Nord-Süd-Forums an die Stadt München umfassen im Wesentlichen drei Bereiche. Zum einen geht es um die Unterstützung der Dritte-Welt-Arbeit in München im Allgemeinen, zum anderen um den Bereich Rassismus. Das dritte Thema ist der Bereich Ökologie. Hier fordert das Nord-Süd-Forum von der Stadt München ein Verbot der Verwendung von Tropenhölzern. Der Stadtrat beschließt dieses noch im selben Jahr.
Zum ersten Mal werden ein Veranstaltungskalender sowie Rundbriefe verfasst. Beides wird auch in den folgenden Jahren regelmäßig erstellt.