Klimagerechtigkeit. Dialog mit Gästen aus dem peruanischen Regenwald
Yanet Velasco Castillo und Melqui Huamán Delgadillo vom Volk der Asháninka zu Gast in München.
Dass der Regenwald im Amazonasgebiet eine herausragende Rolle für unser Weltklima spielt, ist klar.
Wie andere Völker, leben auch die Asháninka in Peru seit Menschengedenken im und von diesem Regenwald – ohne ihn zu zerstören. Dass er (noch) Bollwerk gegen die katastrophale Erderwärmung ist und sein kann, verdanken wir der indigenen Bevölkerung. Aber der Kampf zwischen Erhalt und Vernichtung hat längst begonnen. Ob es der Zivilgesellschaft gelingt, die räuberische Rohstoffausbeutung aufzuhalten, ist offen. Eine globale ethisch-politische Wende ist fraglich.
In diesem Zusammenhang steht - seit mehr als 20 Jahren - die Kooperation unseres Arbeitskreises München – Asháninka mit Organisationen der Asháninka im zentralen Regenwald von Peru, die sich für eine sozial-ökologische Zukunft engagieren.
Im Rahmen dieser Partnerschaft informieren zwei Delegierte, Yanet Velasco und Melqui Huamán, über die Situation im Regenwald und über die konkreten Herausforderungen, denen sich die Asháninka derzeit stellen. Eine kurze Dokumentation veranschaulicht, welche Ziele unsere Partnerorganisationen sich für die nächsten Jahre gesteckt haben und wie sie sie erreichen wollen. Werden sie einen geplanten Mega-Staudamm verhindern können? Wie kann die massive illegale Abholzung gestoppt werden? Wie können die Frauen gestärkt und die indigenen Umweltschützer*innen geschützt werden?
Eine Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Spanisch mit Übersetzung. Eintritt frei, Spenden erbeten.
Veranstalter: Arbeitskreis München – Asháninka des Nord Süd Forum München e.V.
Der Arbeitskreis ist Motor der Klimapartnerschaft München – Asháninka.
Unterstützer: Pro REGENWALD e.V., Kusikuna e.V.
Im Rahmen der Veranstaltung erfolgt eine Spendenübergabe von Fairkauf Handelskontor eG für die Arbeit des Zusammenschlusses der Asháninka-Dorfgemeinschaften am Fluss Ene.
(Yanet Velasco Castillo koordiniert die Arbeit der Asháninkafrauen am Fluss Ene. Melqui Huamán Delgadillo beendete turnusmäßig seine Amtsperiode als Dorfchef.)