Menschenrechte unter Druck am Izabal-See in Guatemala

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Themenjahres „München für Menschenrechte“ zum 75-jährigen Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte statt.

Unternehmerische Sorgfaltspflichten am Beispiel der Nickelmine Fénix

An den Ufern des Izabal-Sees in Guatemala liegt die größte Nickelmine Mittelamerikas. Schon seit Jahren sorgt die Nickelmine Fénix des Schweizer Bergbauunternehmen Solway Investment Group jedoch für Streit. Die lokale Bevölkerung im guatemalischen El Estor kämpft um ihre Lebensgrundlage, die durch die Luftverschmutzung, Rodung von Wäldern und Verunreinigung des Izabal-Sees durch die Mine bedroht wird – mit verheerenden Folgen.

Bei einer Protestwelle im Jahr 2017 wurde der Fischer Carlos Maaz erschossen. Die im Jahr 2022 veröffentlichten Recherchen von Forbidden Stories zeigen darüber hinaus die Verbindungen der Schweizer Solway Investment Group zu Unternehmen in Europa auf, die unmittelbar oder mittelbar Nickel aus der Fénix-Mine bezogen haben.

Wir diskutieren am Mittwoch, den 26. April, mit dem guatemalischen Journalisten Carlos Choc, der seit Jahren über die Situation am Izabal-See berichtet und auch die Ermordung von Carlos Maaz persönlich miterlebt hat. Außerdem werden wir mit weiteren Referent:innen über die Hintergründe des Falles und über weitere Fragen sprechen:

  • Wie gestaltet sich die Lage am Izabal-See aktuell?

  • Welche Chancen und Herausforderungen stellen die im Mai stattfindenden Wahlen in Guatemala für diesen und ähnliche Fälle dar?

  • Welche Bedeutung kommt vor diesem Hintergrund der deutschen bzw. europäischen Rohstoffpolitik zu und welche Rolle kann das deutsche Lieferkettengesetz bzw. die entsprechende Initiative auf EU-Ebene spielen?

Mit:

  • Carlos Ernesto Choc, Journalist des Mediums Prensa Comunitaria (Guatemala)

  • Vertreter:in der Zivilgesellschaft, mit Expertise zum Thema Lieferketten (angefragt)

  • Vertreter:in des Bundestags (angefragt)


Übersetzung: Deutsch - Spanisch

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Kontakt: michaela.stemplinger@pbi-deutschland.de

Moderation: pbi Deutschland

Veranstaltende*r: Netzwerk München für Menschenrechte; Nord Süd Forum München, peace brigades international – Deutscher Zweig e.V. & Ökumenisches Büro München

Foto: Carlos Choc © privat