Transformative Bildung – Kolonialismus und Rassismus in Denk- und Handlungsweisen erkennen lernen

Praxis-Seminar am 1. und 2. Juli 2021, 10:00 bis 17:30 Uhr im EineWeltHaus München

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Globales Lernen und Umweltbildung sind Bildungskonzepte, durch die wir als Bildungsakteur:innen Gesellschaft verändern und eine sozial-ökologische Transformation vorantreiben möchten. Häufig verankert in Bildungsverständnissen und Wissenstraditionen des Globalen Nordens und von weißen Referent:innen umgesetzt, werden dabei in den Zugängen oft rassistische und koloniale Denk- und Handlungsweisen unreflektiert reproduziert und z.B. Lebensformen des Globalen Südens romantisiert.

In dem zweitägigen Seminar werden diese Denk- und Handlungsstrukturen mit Körperarbeit und Selbstreflexion erforscht, um zu lernen die eigene Bildungsarbeit macht- und rassismussensibler zu gestalten. Das Kennenlernen von Perspektiven und historischen Zusammenhängen aus dem Globalen Süden und einer Erweiterung von Narrationen zu Umwelt, Klima, Kapitalismus, Globalisierung und Widerstand helfen, um Vielschichtigkeit und machtkritische Multiperspektivität in das eigene Arbeiten mit aufzunehmen. Dabei werden wir unsere Körper in die Reflexion von Machtstrukturen mit einbeziehen. 

Nach drei Praxis-Seminaren zu transformativer Bildung in 2018, 2019 und 2020 findet das zweitägige Seminar in gemeinsamer Initiative von Mitgliedern der BNE-Akteursplattform mit dem Wunsch nach inhaltlicher Vertiefung statt. Eine Teilnahme an den bisherigen Seminaren ist keine Voraussetzung. Die Teilnahme steht alle Menschen offen, allerdings zeigt die Erfahrung, dass im Kontext Rassismus und Kolonialismus die Teilnahme für Black and People of Color in einer vorwiegend weißen Gruppe herausfordernd sein kann. Das Seminar sehen wir als Impuls, damit mehr rassismussensible Räume entstehen, in dem koloniale Denkmuster und Narrative in unserer Bildungsarbeit reflektiert werden können. Bei Unsicherheiten bezüglich einer Teilnahme meldet euch bitte bei uns.

Mariana Lo Sasso und Natascha Roy von glokal e.V. werden das Seminar begleiten. Der Berliner Verein möchte für globale und innergesellschaftliche Machtverhältnisse sensibilisieren und Menschen dazu befähigen, zu deren Abbau beizutragen. Der Verein ist bundesweit in Jugend- und Erwachsenenbildung tätig.

Mariana Lo Sasso arbeitet seit mehr als 15 Jahren in den Bereichen politische Bildung und Kommunikation mit einzelnen Menschen, Institutionen und Organisationen, als Trainerin, Beraterin und Empowerment Coach. In Buenos Aires Argentinien geboren, lebt seit 2005 in Deutschland, sie ist Anthropologin, ausgebildete Mediatorin, Trainerin, KomBI Beraterin und Somatic Yoga-Lehrerin.

Natascha Roy, ist Tänzerin, Performerin, TanzVermittlerin und Creative Coach. Sie hat langjährige Erfahrung als Seminarleiterin und berät Dozentinnen aus anderen Fachbereichen, wie sie mehr Kreativität und Körperbewusstheit in ihr Unterrichtscurriculum integriere können. In der Verbindung von zeitgenössischem Tanz, Körperwissen, politischem Bewusstsein und künstlerischem Ausdruck liegt ihr besonderes Interesse.

Mariana und Natascha leiten seit 2016 gemeinsame Seminare in Berlin und München. Sie verbindet die Überzeugung, dass körperorientierte Herangehensweisen und Reflexionen mit dem Körper politische Sensiblisierungs- und Empowermentprozesse vertiefen und vervollständigen.

Gefördert durch das Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München.

Flyer: Seminar Transformative Bildung_Juli2021

Organisatorisches

Termin: Donnerstag, 01.07.2021 und Freitag, 02.03.2021, jeweils 10:00 bis 17:30 Uhr

Referentinnen: Mariana Lo Sasso und Natascha Roy, glokal e.V., Berlin

Leitung: Steffi Kreuzinger, Raphael Thalhammer, Veronika Reiser, Lena Schützle

Veranstalter: Ökoprojekt MobilSpiel e.V., Nord Süd Forum München e.V., Commit e.V.

Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80,  81336 München

Kosten: 40 Euro ermäßigt, 60 Euro (inkl. Verpflegung)

Ausweichtermin: Wenn das Seminar coronabedingt nicht wie geplant stattfinden kann, bieten wir einen Ausweichtermin am 23./24.09.2021 an.

Infos und Anmeldung bei Steffi Kreuzinger, Ökoprojekt MobilSpiel e.V., Tel. 089 7696025, oekoprojekt@mobilspiel.de, www.oekoprojekt-mobilspiel.de

          

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