vergangene Veranstaltungen
Seite 49/81
-
Ausstellungseröffnung und Recherchebericht "Leute machen Kleider"
Sechs Jahre sind vergangen, seitdem der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch mit 1.138 toten und über 2.000 verletzten Textilarbeiter*innen die katastrophalen Arbeitsbedingungen der Modeindustrie in das öffentliche Bewusstsein gerückt hat. Seitdem nehmen zahlreiche Organisationen, Personen und Initiativen das tragische Unglück zum Anlass, auf die Missstände bei der Herstellung unserer Mode aufmerksam zu machen. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung “Anziehend – mit Kleidung die Welt fairändern” veranstaltet das EineWeltHaus einen Kleidertausch, in dessen Rahmen Anna Holl, eine freie Journalistin aus Wien, von ihren Recherchen zu der Situation der Arbeiter*innen in Bangladesch und Indien berichten wird. Dabei beleuchtet sie das System der schnellen Mode: Wie und unter welchen Bedingungen agieren globale Modefirmen, Regierungen, Zwischenhändler und Fabrikbesitzer? Und was sind schließlich die Folgen für die Beschäftigten am Beginn der Lieferkette?
Veranstalter: Ökoprojekt MobilsSpiel e.V., EineWeltHaus & Nord Süd Forum München
Eintritt: Frei
Kontakt: r.thalhammer@nordsuedforum.de
-
openDOKU: Reel Injun
Zusammen mit der Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte, dem Eine Welt Haus und dem Pädagogischen Institut wollen wir die OpenDOKU-Reihe erneut starten.
Hierzu zeigen wir den Film "Reel Injun" von Neil Diamond über die Klischees und Stereotypen, welche Hollywood von „den Indianern“ geschaffen hat. Gleich einem Roadmovier begibt sich der Cree-Regisseur mit einem typischen „rez car“ aus dem Norden Kanadas auf die Spurensuche quer durch Amerika bis zur Traumfabrik Hollywood – ein amüsanter und aufschlussreicher Trip durch die Filmgeschichte.
Monika Seiller von der Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte wird im Anschluss für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.
Wir freuen uns, dass die OpenDOKU-Reihe in die nächste Runde geht und laden Euch herzlich zu diesem Event ein.
-
Mensch, Planet und Profit – Der Bergbau und die sozial-ökologischen Katastrophen in Brasilien (2015-2019)
Dieser Doppelvortrag handelt vom Dammbruch an zwei Rückhaltebecken für Eisenerz-Bergbauabfälle in Minas Gerais/Brasilien: Mariana (2015) und Brumadinho (2019). In beiden Fällen gab es unermessliche Auswirkungen auf die Umwelt, eine Verschmutzung von Flüssen durch “Giftschlamm” und den Verlust vieler Menschenleben.
Der Bergbaukonzern “Companhia Vale do Rio Doce” (VALE) war für die Unglücke verantwortlich, in denen sich die Fahrlässigkeit der Aufsichtsbehörden und die Schwächen bei der brasilianischen Umweltgesetzgebung offenbarten. Schließlich halten wir diese Unglücke für die Metapher einer nicht nachhaltigen globalen Gesellschaft, die Grenzen gegenüber der Umwelt überschreitet und sich im Namen des Fortschritts, der “Zivilisation”, des Wirtschaftswachstums und des Konsums unethisch verhält.
Mit Jonatan Palmblad (Schweden) und Ricardo Figueiredo (Brasilien), Forscher am Rachel Carson Center der LMU München – auf Portugiesisch mit deutscher Übersetzung.Veranstalter: Casa do Brasil, Nord Süd Forum, Resistência Democrática
Eintritt: Frei
Kontakt: Christopher Hak: chr.hak@gmail.com
-
Entwicklung anders denken – Frau.Macht.Entwicklung
In der zweiten Veranstaltung des Themenjahres „Entwicklung anders denken” geben wir in Kooperation mit Women Engage for a Common Future (WECF) einen Einblick in die feministische Kritik am Entwicklungsdiskurs.
Zu Beginn der Veranstaltung werden wir uns mit einem interaktiven Einstieg dem von Vielfalt und Kontroversen geprägten Feminismus-Begriff annähern. Anschließend freuen wir uns auf einen Input von Dr. Anke Stock, die als Expertin für Gender & Rights bei WECF tätig ist. Neben grundsätzlichen Überlegungen zum Entwicklungsdiskurs, werden das vorherrschende Entwicklungsverständnis und gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch beleuchtet. Doch bei der Kritik soll es nicht bleiben. Deshalb stellen wir uns darüber hinaus der Frage, was auf lokaler und globaler Ebene für eine ganzheitliche/gendergerechte Entwicklung getan werden kann - und muss. Erfahrungen aus der Arbeit von WECF in Kirgistan und Tadschikistan bieten Einblicke und Handlungsmöglichkeiten. Im Anschluss sind alle Interessierten herzlich eingeladen Fragen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren.
Zum Hintergrund: Das Nord Süd Forum wird 30! Deshalb feiern und reflektieren wir 30 Jahre Eine-Welt- und Solidaritäts-Arbeit mit dem Themenjahr „Entwicklung anders denken”! In insgesamt neun verschiedenen Veranstaltungen und Formaten laden wir dazu ein „Entwicklung“ gemeinsam zu erschließen, zu hinterfragen und anders zu denken.
-
Plenum
Die Mitglieder des Nord Süd Forum München e.V. treffen sich alle zwei Monate im Plenum, um sich auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Das Plenum ist öffentlich. Deshalb freuen wir uns über Ihr Interesse und heißen Sie herzlich willkommen!
-
Rassismus konkret: Sprache, Medien, Institutionen, Märkte
Im Anschluss an die Filmvorführung mit Podiumsdiskussion am Freitag, bieten wir am Samstag allen Interessierten die Möglichkeit, sich intensiver mit den Themen (Alltags-)Rassismus und (Neo-)Kolonialismus auseinanderzusetzen.
Zu Beginn freuen wir uns auf einen spannenden Vortrag von Politologin und Referentin Elisabeth Kaneza, die sich in der Internationalen UN-Dekade für Menschen Afrikanischer Herkunft 2014 – 2025 für Menschenrechte engagiert. Anschließend finden vier parallele Workshops zu folgenden Bereichen statt:Sprache: Modupe Laja - Philologin, EineWeltHaus-Vorstandsmitfrau
Medien: Joyce Muvunyi - Expertin in der EZ, ENPAD-Vorstandsmitfrau
Institutionen: Astride Velho - Sozialwissenschaftlerin
Märkte: Daniel Tapia Montejo - Aktivist, Mitglied im Öku-Büro München
Eintritt: 5 Euro Verpflegungskosten Anmeldung: Mail an Nikoletta Pagiati n.pagiati@einewelthaus.de
Beide Veranstaltungen sind ein Kooperationsprojekt des Trägerkreis EineWeltHaus München e.V., des Nord Süd Forum München e.V. und dem Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München.
-
Rassismus konkret: Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion
An diesem Abend zeigen wir den Film Afro.Deutschland. In dem Dokumentarfilm der Deutschen Welle aus dem Jahr 2017 reist die afro-deutsche Moderatorin Jana Pareigis durch Deutschland, um Menschen afrikanischer, deutscher und diasporischer Herkunft aus allen Bereichen der Gesellschaft zu anti-Schwarzem Rassismus in Deutschland zu befragen.
Im Anschluss gehen ganz besondere Podiumsgäste in den Dialog mit dem Publikum:Elisabeth Kaneza - Politologin und Referentin
Benjamin Adjei - bayerischer Landtagsabgeordneter
Sonja Ango - studentische Vertretung
Der Eintritt ist frei.
Weiter geht es am Samstag, den 23.03. um 11 Uhr. Zum spannenden Programm dieser Veranstaltung geht es hier.
Beide Veranstaltungen sind ein Kooperationsprojekt des Trägerkreis EineWeltHaus München e.V., des Nord Süd Forum München e.V. und dem Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München.
-
Fairhandelskonferenz - Freihandel oder Fairer Handel?
Gegenwärtig verhandelt die EU über 60 sog. Freihandelsabkommen. Angeblich schaffen diese Wohlstand für alle; die Wirklichkeit sieht jedoch vor allem im globalen Süden ganz anders aus. Die Abkommen bedrohen Arbeitnehmerrechte, reduzieren Umweltstandards, zerstören die wenigen konkurrenzfähigen Betriebe und damit die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen. Sie gefährden unsere Sozialstandards und die Demokratie. Was lässt sich hiergegen tun und welche Alternativen gibt es?
Programm
Sonntag, 17. März 2019
9:30-13:00 Abschlussplenum (EWH, Saal)
Fairer Handel – wie kann er gelingen?Auswertung der Ergebnisse der Workshops Wie geht es weiter? Planung von Initiativen und Aktionen
Unkostenbeitrag: Fr. 5.-€; Fr., Sa. und So. 15.-€; Konzert 15.-€; Gesamtkarte 25.-€; im Einzelfall Sozialticket
Spendenkonto: Stichwort „Fairhandelskonferenz“ Verein Interessengemeinschaft gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft e.V. DE 64 7025 0150 0027 4597 91 Kreissparkasse München
-
Fairhandelskonferenz - Freihandel oder Fairer Handel?
Gegenwärtig verhandelt die EU über 60 sog. Freihandelsabkommen. Angeblich schaffen diese Wohlstand für alle; die Wirklichkeit sieht jedoch vor allem im globalen Süden ganz anders aus. Die Abkommen bedrohen Arbeitnehmerrechte, reduzieren Umweltstandards, zerstören die wenigen konkurrenzfähigen Betriebe und damit die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen. Sie gefährden unsere Sozialstandards und die Demokratie. Was lässt sich hiergegen tun und welche Alternativen gibt es?
Programm
Samstag, 16. März 2019
Ab 8.30 Anmeldung
9:00-10:30 Plenum 2 (GWH, Großer Saal)
Freihandel – zu Gunsten der Konzerne, zu Lasten des Gemeinwohls?
Mit Dr. Rupert Ebner (Slow Food), Prof. Dr. Stephan Lessenich (Soziologe, LMU), Prof. Dr. Ludwig Mödl, (kath. Theologe, LMU), Dr. Roland Pelikan, (evang. Sozialpfarrer beim kda), Prof. Dr. Christian Zeller, (Ökonom, Uni Salzburg)
11:00-13:00 Workshops IWS 1.1 Ernährungssouveränität im Gegensatz zu industrieller Produktion (GWH, Sophie Scholl) Dr. Rupert Ebner (Slow Food), Josef Schmid (AbL)
WS 1.3 Kritik des Besitzindividualismus (KDA, Großer Raum) Prof. Dr. Ludwig Mödl (KAB)/Dr. Roland Pelikan (KDA)
WS 1.4 Externalisierung und internationale Produktionsketten (GWH, Großer Saal) Prof. Dr. Stephan Lessenich (Bündnis Gerechter Welthandel München), Prof. Dr. Christian Zeller (Sozialforum)
WS 1.5 Diktatur der Märkte – wie Freihandelsabkommen unsere Demokratie schwächen und wie Fairhandel durch demokratische Prinzipien realisiert werden kann. (EWH, 211/212) Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP), Roman Huber (Mehr Demokratie)
WS 1.6 Die EU und die EPAs mit dem globalen Süden (GWH, Kurt Eisner) Thomas Fritz (PowerShift)
13:00-14:00 Mittagspause
14:00-15:30 Plenum 3 (GWH, Großer Saal)
Freihandel – wen beißen die Hunde? Und wie sich wehren?
Mit Andrea Behm (attac), Tanja Buzek (Ver.di), Klaus Ernst (MdB, Die Linke), Josef Schmid (Landesvorsitzender AbL)
16:00-18:00 Workshops IIWS 2.1 Der EU-Handel aus Sicht des Fairen Handels – Konfliktfelder und Lösungsansätze (EWH, Weltraum) Maja Volland (Forum Fairer Handel e.V.)
WS 2.2 Menschenrechte vor Profit – Die UN Binding Treaty Verhandlungen (EWH, 211/212) Andrea Behm (attac)
WS 2.3 Freihandel – Instrument zur Sicherung wirtschaftlicher Vorherrschaft (EWH, Tanzraum) Erfahrungen mit dem Freihandelsvertrag der EU mit Kolumbien und Peru. Bernhard Jimi Merk (Informationsstelle Peru e.V.)
WS 2.4 Weltparlament und Freihandel (GWH, Sophie Scholl) Warum Global Governance für die Ernährungssicherheit nicht ausreicht Fabian Elleder (Eine Welt Partei)
WS 2.5 Freihandel gefährdet Arbeitnehmerrechte (GWH, Großer Saal) Klaus Ernst (Die Linke), Tanja Buzek (Ver.di)
WS 2.6 Der Wirtschaftskrieg USA gegen China – ein Systemkonflikt zwischen neoliberalem Kapitalismus und „Sozialistischer Marktwirtschaft“? (KDA) Großer Raum) Willy Sabautzki (isw)
WS 2.7 Progressiver Protektionismus als Alternative zum Freihandel? (GWH, Kurt Eisner) Florian Horn (Rosa Luxemburg Stiftung)
19.30 Einlass
20.00-22.00 Konzert
Bavarian Blues mit Hundling
Unkostenbeitrag: Fr. 5.-€; Fr., Sa. und So. 15.-€; Konzert 15.-€; Gesamtkarte 25.-€; im Einzelfall Sozialticket
Spendenkonto: Stichwort „Fairhandelskonferenz“ Verein Interessengemeinschaft gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft e.V. DE 64 7025 0150 0027 4597 91 Kreissparkasse München
Hier gehts zum Programm für Sonntag.
-
Lateinamerikanisches Benefizkonzert – Wir CONTRA Leukämie für Kinder in Peru
Der Verein Chasqui e.V. hat im August 2018 im Krankenhaus Alta Esperanza in Trujillo, Peru ein Projekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Kinder bei ihrem Kampf gegen den Krebs zu unterstützen. Die Unterstützung verbessert die Überlebenschancen der Kinder und begleitet sie und ihre Familien psychosozial während der schweren Behandlung. Die gesamten Einnahmen des Abends, der von Chasqui und vom Lateinamerika AK des Nord Süd Forums ausgerichtet wird, fließen direkt in das Projekt, das an diesem Abend vorgestellt wird.
Eintritt 10,00 Euro. Kartenreservierung per Mail (info@elchasqui.de). Der Abend wird neben musikalischen Klängen von Musiker*innen aus Bolivien und Peru auch von kulinarischen Spezialitäten aus Peru begleitet. Mehr Infos gibt’s hier.
Am 16. März um 19.30 Uhr im Großen Saal im EineWeltHaus.