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  • 2013

    Wie schon in den Jahren zuvor konnte das Nord Süd Forum (NoSFo) 2013 in diversen Veranstaltungsformaten unterschiedlichste Zielgruppen ansprechen. Ebenso sind für dieses Jahr wieder zahlreiche Publikationen zu verzeichnen: Unser Einkaufsführer „Fairer Einkauf in München – gewusst wo!“ fand reißenden Absatz, sodass wir kurzfristig sogar einen Nachdruck in Auftrag gaben. Das Faltblatt „Der Faire Handel – Eine Chance für uns alle“ wurde erstmals auch in Russisch gedruckt, außerdem wurde die deutsche Version nachbestellt. Die Broschüre „Fairer Einkauf in München 4 Kids“ wurde bereits zum vierten Mal gedruckt. Die Neuauflage in Höhe von 10.000 Stück wurde umbenannt in „Münchens Jugend handelt fair“, wobei Inhalt und Layout mit einem neuen Konzept versehen wurden.

    Jahresrückblick 2013

    • Besonders erfreulich ist, dass eine zusätzliche, themabezogene Teilzeitarbeitsstelle geschaffen werden konnte. So dürfen wir zum 1. Januar 2014 Raphael Thalhammer in unserem Team begrüßen, der sich – finanziert durch das Referat für Gesundheit und Umwelt – um die Themen fairer Handel, solidarische Ökonomie und nachhaltiges Wirtschaften kümmern wird.

    • Zwei Kooperationen sind 2013 hervorzuheben: Zuerst die Mitarbeit im Bündnis „Decolonize München“ zur Organisation eines umfangreichen Begleitprogramms mit öffentlichen Veranstaltungen zur gleichnamigen Ausstellung im Münchner Stadtmuseum. In diesem Zusammenhang wurde auch die Broschüre „Münchens Kolonialviertel: Deutsche Kolonialgeschichte und die Auseinandersetzung um Münchner Straßennamen“ neu aufgelegt.

    • Als zweite Kooperation ist die Zusammenarbeit mit der Münchner Volkshochschule zu nennen. Das NoSFo und einige Mitgliedsgruppen waren beim Infomarkt zum Auftakt des Schwerpunkts „Afrika im Aufbruch“ vertreten, weiter gab es eine gemeinsame Veranstaltung zum Thema „Zusammenarbeit für Entwicklung“ und als Beitrag für den Münchner Klimaherbst eine gemeinsame Podiumsveranstaltung zum Thema Klimaflüchtlinge. Ein neues Format, dass von nun an alle zwei Jahre durchgeführt wird, war außerdem die Reihe „Eine Welt-Reise mit Münchner Projekten“, in der sich sechs Mitgliedsgruppen im festen MVHS Programm im Gasteig präsentieren konnten.

    • Als letztes soll noch erwähnt werden, dass München 2013 mit dem Titel „Fair Trade Town“ ausgezeichnet wurde, wozu seitens der Geschäftsstelle des NoSFos eine intensive Mitarbeit in der städtischen Steuerungsgruppe „Fair Trade Town“ vorausging. Diese wird auch 2014 fortgeführt – gemeinsam koordiniert von der Fachstelle Eine Welt im RGU und dem NoSFo.

  • Neuer Flyer "Deutsche Waffen schaffen Fluchtursachen!"

    Weltweit sind derzeit etwa 60 Millionen Menschen auf der Flucht – Krieg und Terror sind dafür die Hauptursache. Deutschland ist daran nicht unbeteiligt, denn als drittgrößter Waffenexporteur liefert es an 57 Länder. Nicht wenige Verträge bestehen mit Regimen, die Menschenrechte nicht respektieren, ihre eigene Bevölkerung bekämpfen oder an Länder weiterverkaufen, die als Empfänger noch weniger geeignet sind. Das Nord Süd Forum hat zu diesem brisanten Thema kürzlich einen Flyer herausgebracht. Er liegt im EWH aus und steht zudem hier zum Download bereit.

  • Bayerns Friedhöfe jetzt mit Grabsteinen ohne ausbeuterische Kinderarbeit - offener Brief

    Bereits seit 2006 beschäftigt sich das Nord Süd Forum München e.V. mit dem Thema Natur- und Grabsteine aus Kindersklavenarbeit, damals unter anderem im Rahmen der Kampagne „made by kinderhand“. Mittels Misereor gelang es, ein Siegel (Xertifix) einzuführen, mit dem Steine aus Indien, einem der Hauptimporteure, gekennzeichnet werden, die nicht mit Kinderarbeit in Steinbrüchen hergestellt wurden. Schließlich folgte am 14. März 2007 die Änderung der Friedhofsatzung durch einen Stadtratsbeschluss: Auf städtischen Friedhöfen waren nur Grabsteine, die nachweislich ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden, aufstellbar. Dieser Beschluss scheiterte letzten Endes an der erfolgreichen Klage eines nicht innungsgebundenen Münchner Steinmetzes. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschied am 4. Februar 2009, die Kommune habe hier keine Regelungskompetenz. Von da an waren die Bundes- und Landesgesetzgeber gefordert.
    Doch nun der Erfolg: Am 22. Juli 2016 beschloss der Bayerische Landtag einstimmig, dass bayerische Städte und Gemeinden jetzt offiziell die Aufstellung von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit verbieten können.
    In einem offenen Brief wendet sich Heinz Schulze, Vorsitzender des Nord Süd Forums München e.V., an die Firma Ludwig Schneider – Denkmale, die dafür sorgte, dass der Beschluss von 2007 damals vorerst scheiterte.

  • Freihandelsabkommen zwischen der EU und Westafrika

    Mit einem offenen Brief an das Europäische Parlament setzen wir uns gemeinsam mit Münchner Organisationen und Initativen gegen die Ratifizierung des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und westafrikanischen Ländern ein. Mit diesem Abkommen wollen hauptsächlich große europäische Unternehmen erreichen, dass die westafrikanischen Länder ihre Märkte unbegrenzt für Importe aus Europa öffnen und ihnen weitere Erleichterungen beim Zugang zu Rohstoffen zu gewähren. Sollte das Abkommen in Kraft treten, wird die Armut noch weiter zunehmen - gegen die Konkurrenz großer europäischer Konzerne haben die afrikanischen Bauern, Handwerker und kleinere Industriebetriebe keine Chance.

  • Bündnis STOP TTIP München

    Die Stop TTIP Kampagne ist ein Bündnis von über300 europäischen Organisationen, die gemeinsam eine selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA durchführen. An den hinter verschlossenen Türen verhandelten Abkommen wird insbesondere kritisiert, dass Ziele zu solidarischem Wirtschaften, Schutz kleinbäuerlicher und gemeinwohlorientierter (Land-)Wirtschaft sowie wirksamen Verbraucher-, Daten- und Rechtsschutz gegenüber den Geschäftsinteressen internationaler Konzerne in den Hintergrund rücken. Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Finanzmarktkontrolle werden für ihre internationalen Geschäfte ausgehöhlt.

    Auch bundesweit haben sich Gruppen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklungs- und Handelspolitik zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um ihrer Sorge Ausdruck zu verleihen. Am 4.11.2014 kam es auch in München zur Gründung von Bündnis STOP TTIP München, dem neben attac München, BUND Naturschutz Kreisgruppe München und vielen mehr auch das Nord Süd Forum München beigetreten ist. Zur bundesweiten Homepage mit der Möglichkeit die Europäische Bürgerinitiative online zu zeichnen geht es hier.

  • Grüße aus dem peruanischen Regenwald zum Internationalen Tag der Indigenen Völker

    Am Internationalen Tag der Indigenen Völker erreichten uns Grußworte von Münchens Partnern im Klimabündnis, dem indigenen Volk der Asháninka. Die übersetzten Nachrichten von Jhenny Munoz und Teddy Sincay können Sie hier nachlesen.

  • Minister Müller zu Besuch

    [caption id="attachment_4034" align="alignleft" width="132"] Minister Müller[/caption]

    Auf Einladung des Eine Welt Netzwerk Bayern war Bundesminister Dr. Gerd Müller am Montag, 23. Juni 2014, zu Gast im EineWeltHaus München. Der Minister nutzte die Gelegenheit zum Austausch mit bayerischen Akteuren der Zivilgesellschaft und diskutierte im Anschluss mit dem Vorstand des Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. aktuelle Themen der Eine Welt-Politik. Das Nord Süd Forum München e.V. informierte Herrn Müller über Fairen Handel in München und überreichte ihm eine Stellungnahme des Vorstands. Weiter Bilder finden Sie hier

    Im August 2014 erreicht uns ein Antwortbrief des Ministers, den Sie hier lesen können.

  • Dokumentation zur Veranstaltungsreihe "Begegnung mit Alternativen Nobelpreisträgern"

    Vom 3. bis 5. Dezember 2007 organisierte das Nord Süd Forum eine Veranstaltungsreihe mit dem Physiker Hans-Peter Dürr aus Deutschland, dem Wirtschaftswissenschaftler Manfred Max-Neef aus Chile und dem Agrarwissenschaftler und Soziologen Nicanor Perlas von den Philippinen.

    Download der Dokumentation ( 6,18 MB)

  • Umsteuern in der Entwicklungspolitik. Ein offener Brief an Bundesminister Müller

    Mit dem Schreiben "Umsteuern in der Entwicklungspolitik. Für Kohärenz, Aufrichtigkeit und Subsidiarität" wendet sich das Nord Süd Forum München e.V. an Gerd Müller, den neuen Minister des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und fordert eine politische Kehrtwende des Ministeriums. Hier finden Sie den Brief als PDF-Datei.

  • 25-Jahre NoSFo Logos - Download

    Das 25-Jahre Logo liegt nun in zwei Versionen vor - jeweils mit farbigen, weißen und transparenten (unten schwarz) Hintergrund und steht ab sofort zum kostenlosen Download zur Verfügung:

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