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  • München ist Fair Trade Town

    Die Geschäftsstelle des Nord Süd Forums freut sich mit Bürgermeister Monatzeder über die Auszeichnung Münchens als Fair Trade Town. Zur feierlichen Übergabe der Urkunde am 17.07. auf dem Tollwood-Festival luden Oberbürgermeister Christian Ude und Bürgermeister Hep Monatzeder zum Fest ins Andechser Zelt. Die offizielle Auszeichnung durch Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair e.V., wurde umrahmt von einer kabarettistisch gewürzten Lesung Christian Udes, einer Fair-Fashion-Modenschau und Infoständen. Mit Musik von Sam I Am fand das Fest einen gebührenden Abschluss.

  • Dorfchef der Asháninka von Holzfällern ermordet

    Mit dem indigenen Volk der Asháninka im peruanischen Regenwald ist München seit vielen Jahren durch eine Klimapartnerschaft verbunden. Von unseren indigenen Partnern haben wir nun die bestürzende Nachricht erhalten, dass Mauro Pio Peña, Häuptling einer Dorfgemeinschaft, mit der wir besonders erfolgreich zusammengearbeitet haben, im Auftrag von Holzfällern ermordet wurde. Dieses Verbrechen verurteilen wir zutiefst und trauern um den Verlust eines Freundes und wichtigen Aktivisten für Umweltschutz und Menschenrechte! Im Rahmen der Klimapartnerschaft spielt die Sicherung indigener Territorien eine wichtige Rolle, um den Regenwald und seine Biodiversität für die Menschheit zu erhalten und die Rechte der indigenen Dorfgemeinschaften zu sichern. Dem Dorf von Mauro Pio Peña ist es gelungen, seine Landrechte notariell zu verbriefen und damit vor Abholzung und ökologischer Ausbeutung zu schützen. So wurde Mauro Pio zu einem Vorbild für andere Dorfchefs und geriet ins Visier krimineller Holzfäller. Dieses erschreckende Ereignis zeigt, wie wichtig es ist die Sicherung der indigenen Landrechte weiter voranzubringen. Münchens Bürgermeister, Hep Monatzeder, ist schockiert und wendet sich mit einem offenen Brief an die zuständigen Stellen in Peru. Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung.

  • Offener Brief an Minister Niebel

    In einem offenen Brief an Staatsminister Dirk Niebel kritisiert der Vorstand des Nord Süd Forum München e.V. die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für den ersten "Deutschen Entwicklungstag". Kritisiert wird u.a. ein Werbeplakat des BMZ, auf dem die Entwicklungszusammenarbeit der deutschen Bundesregierung symbolhaft mittels exotischer Tiere, die den Kontinent Afrika besetzen, dargestellt wird. Den Brief können Sie hier herunter laden.

  • Unsere Themen im Radio auf Lora München

    Jeden dritten Montag im Monat senden wir zwischen 20:00 und 21:00 Uhr sowie jeden fünften Montag im Monat von 19 bis 20 Uhr den EineWelt-Report aus München auf Radio LORA, dem politischen und parteiunabhängigen Münchner Wortradio. Radio LORA sendet im Münchner Raum auf der Frequenz 92,4 MHZ. Das aktuelle Programm gibt es im Internet unter www.lora924.de. Alle Ausgaben des EineWelt-Reports können online unter www.freie-radios.net nachgehört werden.

  • 2012

    2012 war für das Nord Süd Forum in vielerlei Hinsicht erfolgreich. In zahlreichen Veranstaltungen konnten viele Interessenten angesprochen werden. Inhaltlich war 2012 stark geprägt vom Jahresthema „Ernährung“ der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Hervorzuheben ist auch der Erhalt des 2. Platzes beim Bayerischen Eine Welt-Preis 2012. Erfreulich war, dass das neue Format „Brot und Spiele“ – ein Kabarett – großen Zuspruch erfuhr (s. Foto oben). Auch die Klimapartnerschaft zwischen dem indigenen Volk der Asháninka und München entwickelte sich positiv.

    Jahresrückblick 2012

     
    • Das Jahresthema „Ernährung“ machte sich nicht nur in inhaltlicher Arbeit bemerkbar, sondern äußerte sich auch in der Gründung der Arbeitsgruppe Ernährung sowie in der Herausgabe von zwei Halbjahresflyern, die die über das Jahr verteilten Veranstaltungen zu diesem Thema beworben. Darüber hinaus haben wir auch einen Infoflyer erstellt: „Ernährung Global – Niemand isst für sich allein“. Das Faltblatt will Verbraucher*innen einfache Tipps an die Hand geben, wie Kriterien wie Umweltschutz oder die Beachtung der Menschenrechte in unserem Alltag umgesetzt werden können.

     
    • 2012 haben wir einen besonderen Erfolg zu verbuchen: Mit dem 2. Platz beim erstmals verliehenen Bayerischen Eine Welt-Preis wurden Dachverband und Mitglieder ausgezeichnet, unsere Aktivitäten als bayern- und bundesweit vorbildlich gewürdigt. Wir konnten uns gegenüber 50 anderen Bewerbern durchsetzen und erhielten für unsere langjährige Eine Welt-Arbeit auf kommunaler Ebene ein Preisgeld in Höhe von 2000€.

     
    • Die Klimapartnerschaft Münchens mit dem indigenen Volk der Asháninka war 2012 nicht nur wegen der Vortragsreise von zwei Delegierten der Asháninka nach München besonders intensiv: Im Mai konnte auch eine zweiwöchige Delegationsreise von München nach Peru stattfinden und die bestehenden Kontakte intensiviert und ausgeweitet werden.

    • Insgesamt konnten 2012 sieben Fortbildungen angeboten werden, die den Mitgliedern sowie weiteren Engagierten offen standen. Beispielsweise gab es Veranstaltungen zum Umgang mit Neuen Medien, einen Diskussionsabend über aktuelle Entwicklungen im Bereich des Fairen Handels oder auch den Besuch beim diesjährigen Preisträger des ersten Platzes beim Bayerischen Eine-Welt-Preis, der Indienhilfe Herrsching.

     
    • Der Ratgeber für Erwachsene „Fairer Einkauf in München – Gewusst wo!“ wurde in der 5. Auflage von 10.000 Stück herausgebracht. Die Neuauflage fand reißenden Absatz, sodass bis Ende Juli 2013 bereits 90% der Auflage oder seit der 1. Auflage 2006 damit insgesamt 45.000 Exemplare der Broschüre zielgerichtet verteilt werden konnten.

  • 2011

    Der Faire Handel ist das zentrale Thema in diesem Jahr. Auf dem Wintertollwood wird die Auszeichnung „fairmuenchen“ an Jugendliche verliehen, die sich auf besondere Weise für den Fairen Handel engagieren; für die fairen Einkaufsführer wird das Internetportal www.muenchen-fair.de eingerichtet; eine thematische Einführung erscheint in sechs verschiedenen Sprachen und vieles mehr….

    Jahresrückblick 2011

     
    • Rund 150 Münchner Schülerinnen, Schüler und Jugendliche beteiligen sich als Klasse oder in Gruppen am Jugendwettbewerb »fairmuenchen«. Ihre Projekte zur Förderung des Fairen Handels werden im Weltsalon auf dem Wintertollwood vorgestellt und von Stadtrat Yasar Fincan gewürdigt. Hauptpreise erhalten das Schülercafe „Remix“ der Mittelschule in der Schrobenhausener Str., das Praxis-Seminar „München ist fair“ des Adolf-Weber-Gymnasiums und die Initiative gegen ausbeuterische Kinderarbeit der Klasse 9a der Helen-Keller-Realschule.

    Bild: Foto von Preisverleihung: IW NoSFo Tollwood Auszei FH_2011_12_18_0178

     
    • Die beiden Einkaufsführer „Fairer Handel in München – gewusst wo“ und „Fairer Handel 4 Kids“ erhalten ein eigenes Internetportal mit Hintergrundinfos, Veranstaltungshinweisen und aktuellen Adressen zum Fairen Handel. Pünktlich zur Fairen Wochen geht die Webseite www.muenchen-fair.de online.

    Bild: Header der Seite: muenchenfair_header_3
    • Nach mehrjähriger Pause gibt es wieder einen entwicklungspolitischen Ratschlag im Münchner Rathaus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Eine Welt Arbeit in Münchens Schulen und Kindertagesstätten. Stadtschulrat Rainer Schweppe und Michael Schneider-König, Pädagogisches Institut, diskutieren mit Vorstandsmitgliedern des Nord Süd Forums über Fragen zum Globalen Lernen, zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung der Kultusministerkonferenz und zur bio-fairen Schulverpflegung.

    Bild: Foto mit Referenten: iw LHMStiA NoSFO EWPolRatschla_20110720_0113

     
    • Das Faltblatt „Fairer Handel – eine Chance für uns alle“ wird in 6 verschiedenen Sprachen publiziert: Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch und Deutsch.

    Bild: Foto von Flyernständer: IW NoSFo Tollwood Auszei FH_2011_12_18_0001

     
    • Im Januar geht die langjährige Geschäftsführerin Trudi Schulze-Vogel in den Ruhestand, auf ihre Stelle folgt Kai Schäfer.

    Bild: iw Trudis Fest 28012011_20110128_182

  • 

Münchner CSU beantragt Extremismusklausel

    Der  Vorstand  des Nord Süd Forum München antwortet auf den Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 25. März 2011 zur Einführung einer Extremismusklausel in München mit einem offenen Brief an Innenminister Herrmann.

    Offener Brief an Staatsminister Herrmann

  • 2010

    Im alten Rathaussaal finden die „Erste entwicklungspolitische Börse“ und Fachtagung in München statt. Beide Veranstaltungen stoßen auf überragendes Interesse. Im Rahmen der Fachtagung werden Qualitätsstandards für Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit erarbeitet und diskutiert.

    Foto: IW_EP_Fachtag_2010_15

    Jahresrückblick 2010

     
    • In Kooperation mit der Stelle für internationale Angelegenheiten der LHM werden im Oktober zum ersten Mal die entwicklungspolitische Fachtagung und Börse im alten Rathaus durchgeführt. Im Rahmen der Fachtagung zum Thema „Was macht gute Projekte der Entwicklungszusammenarbeit aus“ arbeiten die rund 60 TeilnehmerInnen an Qualitätsstandards für Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit. Auf der Börse „Gemeinsam für Eine Welt“ präsentieren sich knapp 80 Münchner Akteure mit Infotischen, Mitmachangeboten und inhaltlichem Programm den geschätzten 1.200 BesucherInnen.

    Bild: Foto von der Messe: Foto_EP_Börse_2010_12

     
    • Als „Hauptstadt des Fairen Handels 2009“ hat die Stadt München ein Preisgeld von 20.000 Euro gewonnen und dem Nord Süd Forum treuhänderisch zur Verfügung gestellt. Daher prägen die Jahre 2010 und 2011 zahlreiche Aktivitäten zur Förderung des Fairen Handels. Ein besonderes Highlight ist die Einführung der bio-fairen MünchenSchokolade. Eine edle Vollmilchsorte mit Kakao aus dem peruanischen Regenwald.

    Bild: Fotomontage von Gabriele: Foto_Schokolade_Gabriele

     
    • Beim diesjährigen Besuch von Delegierten der Asháninka wird eine Regenwaldbotschaft in der Spielstadt „Mini-München“ errichtet. Rund 500 Kinder beteiligen sich an dem vielfältigen Programm in der Botschaft sowie den Vorlesungen der Kinderuniversität.

    Bild: Kinder tanzen in der Botschaft: DSCF6130

     
    • Die Broschüre „Münchens Kolonialviertel. Deutsche Kolonialgeschichte und die Auseinandersetzung um Münchner Straßennamen“ erscheint in einer Auflage von 500 Exemplaren, die innerhalb von wenigen Monaten vergriffen ist.

     
  • Entwicklungspolitische Börse München

    Ein toller Erfolg


    Die Fachbörse im Alten Rathaussaal war sowohl aus der Sicht der Veranstalter als auch der zahlreich vertretenen Mitgliedsgruppen des Nord Süd Forum München ein enormer Erfolg. Rund 1200 Münchnerinnen und Münchner informierten sich über das entwicklungspolitische Engagement von 75 ausstellenden Organisationen, die ihre Arbeit an Infotischen, mit Aktionsangeboten sowie im Film- und Diskussionsforum vorstellten. Auch die beiden Ausstellungen „global denken – lokal handeln“ des Nord Süd Forum München und „München – Partner weltweit“ der Landeshauptstadt wurden mit großem Interesse aufgenommen. 

Die Stadträtin Dr. Inci Sieber und Ralf Birkner, Vertreter der UN-Millenniumskampagne in Deutschland, zeigten sich begeistert und lobten beim abschließenden Empfang für die Aussteller das vielfältige und überwältigende Engagement der Münchner Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung sowie die gute Zusammenarbeit der Akteure.

    Viele der beteiligten Organisationen kamen bereits am Vorabend auf der Fachtagung „Was macht gute Projekte der Entwicklungszusammenarbeit aus?“ im Alten Rathaus zusammen, um Kriterien der Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren und damit die Basis für einen „Münchner Standard“ zu erarbeiten. Auch hier gab es viele positive Rückmeldungen von Seiten der rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Veranstaltungen wurden von der Landeshauptstadt München in Kooperation mit dem Nord Süd Forum München e.V. durchgeführt. Weitere Fotos finden Sie auf: www.muenchen.de/internationales

  • Klimaschützer nicht an den Pranger stellen

    Pressemitteilung vom 13.12.2010

    Die Ergebnisse vom Weltklimagipfel in Cancun sind schwach und ohne konkrete Festlegungen. Die Vertretung Boliviens wird als "Blockierer" oder "Bremser" dargestellt und steht am Pranger. Das  ist widersinnig. Bolivien wollte, dass alle "mehr" vereinbaren und ans Eingemachte gehen. Neben dem Staat Bolivien haben zehntausende Kleinbauern, Vertreterinnen indigener Völker und andere politisch engagierte Menschen gegen das Geschachere um die Zukunft der Erde protestiert und konkrete Forderungen gestellt. Bolivien kritisiert zu Recht die Schwäche der zur Verabschiedung vorgelegten Beschlüsse. Das Abschlusspapier spricht vom Ziel, die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu beschränken. Aber es gibt keine verbindlichen Maßnahmen, womit das wirklich erreicht werden soll. Die Sorge ist sehr berechtigt, dass der CO2-Zertifikathandel ein lukratives Geschäft für dessen Betreiber ist, aber keine wirklichen Resultate für das Klima bringt. Auf alle Fälle muss verhindert werden, dass mit diesem modernen Ablasshandel sogar Atom- und Kohlekraftwerke oder der Bau von Riesen-Staudämmen - und die damit einhergehende Bedrohung  von Mensch und Natur - gefördert und gerechtfertigt werden. Es ist zu hoffen, dass auf dem Weg zur nächsten Klimakonferenz die Kritik Boliviens ernst genommen wird und in die vorbereitenden Verhandlungen an herausragender Stelle einfließen.

    Die Vorstände des Nord Süd Forums, München, 13.12.2010

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