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  • Chile - Aufbruch zu einer neuen Verfassung

    "Wähle das Land, das Du möchtest": Die chilenischen Bürger_innen haben mit dem Plebiszit vom Oktober 2020 mit großer Mehrheit für die Erarbeitung einer neuen Verfassung gestimmt. Am 12. April 2021 wird die verfassungsgebende Versammlung ihre Arbeit aufnehmen - ihre 155 Mitglieder werden einen Tag zuvor direkt gewählt. Für die gewaltige Aufgabe - die Verfassung, ein Erbe des Diktators Pinochet (1973-1990), zu reformieren - haben sie 12 Monate Zeit. Eine zentrale Herausforderung ist es, die Rolle des Staates neu zu definieren: die Bereitstellung öffentlicher Güter, die Gewährleistung von Chancengleichheit und die Regulation der Wirtschaft - ein möglicher Paradigmenwechsel im oft als "neoliberalstes Land der Welt" bezeichneten Chile, wo Wasser, Bildung, Gesundheit und die Rente beinah vollständig privatisiert sind.

    Schon vor der Corona-Pandemie lebten laut den Vereinten Nationen 40 Prozent der Menschen in Chile in extremer Unsicherheit. Die Erarbeitung einer neuen Verfassung ist/war deshalb eine der zentralen Forderungen der Protestbewegung.

    Gemeinsam mit Ihnen und den Filmemacher_innen Javiera López Layana und Ariel Guerrero sowie Dr. Claudia Zilla von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) möchten wir diese Thematik diskutieren.

    Vor der Diskussion zeigen wir den Dokumentarfilm "El estallido chileno: Der chilenische Knall" über die chilenische Protestbewegung.  Der Film beleuchtet in fünf Kapiteln die sozialen und politischen Herausforderungen, vor denen Chile derzeit steht. Die Menschen, deren  Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit in diesem Film gezeigt wird, sind Partner der Friedrich-Ebert-Stiftung in Chile. Der Film soll ihren progressiven Stimmen mehr Gehör verschaffen.

    Die Veranstaltung wird Spanisch/ Deutsch gedolmetscht. Der Dokumentarfilm wird im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

    Eine Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Amerikahaus München und dem Nord-Süd Forum München e.V.

    Es wird um Anmeldung bis zum 13. April gebeten.

    Mehr Infos und Anmeldung finden Sie hier.

  • Arbeitskreis Harare-München-Partnerschaft (HaMuPa)

    Die Treffen des Arbeitskreises Harare-München-Partnerschaft finden derzeit über Zoom statt. Sie sind weiterhin offen für alle Interessierten. Zur Teilnahme bitte bei Regina Hein: rghein@gmx.net anmelden, der Link wird dann zugeschickt.

    Kontakt HaMuPa c/o Nord Süd Forum München e.V. Schwanthaler Str. 80, RG 80336 München

  • Mitglieder-Plenum

    Die Mitglieder des Nord Süd Forum München e.V. treffen sich alle zwei Monate im Plenum, um sich auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.

    Das Plenum ist öffentlich. Deshalb freuen wir uns über Ihr Interesse und heißen Sie herzlich willkommen!

  • Das deutsche Lieferkettengesetz – Durchbruch oder Mogelpackung?

    Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen immer wieder: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung, entlang internationaler Lieferketten menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflichten einzuhalten, nicht ausreichend nach. Bei der Diskussion um ein Lieferkettengesetz kann der Faire Handel als Best Practice Beispiel dienen: Die Einhaltung der Menschenrechte und möglichst transparente Lieferketten sind von Beginn an wesentliche Elemente der Kriterien des Fairen Handels. Die Fair-Handels-Bewegung fordert daher seit Langem zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen ein Lieferkettengesetz: 120 Ökonom*innen und 34 Städte und Kommunen haben zuletzt den gesellschaftlichen Druck erhöht und ebenfalls ein wirkungsvolles Lieferkettengesetz gefordert.

    Dieser überfällige Schritt wurde nun getan. Nach monatelangem Ringen hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt: Deutsche Unternehmen werden damit in Zukunft verpflichtet, in ihren globalen Lieferketten die Menschenrechte zu achten und Umweltzerstörung zu vermeiden. Eine Bundesbehörde soll kontrollieren, ob Unternehmen ihren Sorgfaltspflichten nachkommen, und kann bei Verstößen Bußgelder verhängen. Einerseits ein großer Erfolg für die Menschenrechte und für alle, sie sich seit Jahren für gesetzliche Regelungen eingesetzt haben. Andererseits wurde der ursprüngliche Vorschlag an entscheidenden Stellen verwässert. Eine Haftungsregelung, die es Opfern von Menschenrechtsverletzungen erleichtern würde, vor deutschen Gerichten zu klagen, fehlt gänzlich. Und auch bei den Pflichten zur Einhaltung von Umweltstandards besteht Nachbesserungsbedarf. Genau das fordert die Initiative Lieferkettengesetz nun vom Bundestag – denn nur selten passiert ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung das Parlament ohne Änderungen.

    Maja Volland vertritt das Forum Fairer Handel in der Initiative Lieferkettengesetz und wird den vorliegenden Entwurf zum Lieferkettengesetz aus der Sicht des Fairen Handels analysieren und kommentieren.

    Mit einem Grußwort von Bürgermeisterin Katrin Habenschaden.

    Veranstalter*in: Steuerungsgruppe der Fairtrade Stadt München

    Kontakt: r.thalhammer@nordsuedforum.de

    Einwahl-Link zur Veranstaltung https://zoom.us/j/95669022012?pwd=cTBIbWo3Y1U3ZkswOXJrRFd2MGNYQT09

    Meeting-ID: 956 6902 2012; Kenncode: 267755

  • FIAN: Weltweites Engagement (EineWeltReport bei Radio LORA)

    Das Menschenrecht auf Nahrung und Wasser: EineWeltReport bei LORA 92,4 Gespräch über aktuelle Themen und Aktionen der FIAN-Arbeit (Food First Informations- und Aktionsnetzwerk). Arne Klevenhusen von der Münchner FIAN-Gruppe berichtet darüber, was unsere Autokarosserien mit Vertreibungen in Guinea zu tun haben, wie Pensionswerke Landraub in Brasilien mitfinanzieren und vieles mehr. Auch Beispiele aus Uganda und Kambodscha werden vorgestellt.

    Auf UKW 92,4 oder im Livestream auf lora924.de

    Veranstalter*innen: Nord Süd Forum München

  • Zum Gedenken an Marielle Franco und Berta Cáceres: gegen jede Form von Rassismus, Sexismus und Klassismus

    Am 14. März 2018 wurde Marielle Franco ermordet. Sie war eine feministische, lesbische Schwarze Stadträtin in Rio de Janeiro. Sie setzte sich erfolgreich für Empowerment der Ausgeschlossenen, für Favela-Bewohner*innen, für LGBTIQ*-Communities und gegen Polizeigewalt ein. Ihre Mörder waren Militärpolizisten, die Mordwaffe kam aus Deutschland. Die Auftraggeber*innen werden in höchsten Regierungskreisen Brasiliens vermutet.

    Wir erinnern auch an Berta Cáceres, eine rebellische, anti-patriarchale und anti-koloniale Kämpferin für Selbstbestimmung, für ein anderes Honduras und eine andere Welt. Berta verkörperte den Widerstand gegen ein Wasserkraftwerk auf indigenem Territorium und wurde deshalb am 2. März 2016 ermordet. Gegen die mutmaßlichen Auftraggeber*innen des Mordes, ehemalige Partner europäischer und deutscher Banken und Unternehmen, wird bis heute nicht ermittelt.

     Zu Marielles Todestag fordern wir Gerechtigkeit für Marielle und Berta. Und wir weisen auf die Strukturen hinter der Ermordung der beiden hin: Auf Rassismus, Patriarchat, Klassismus und globalen Kapitalismus, in Brasilien, in Honduras und weltweit.

    Im Gespräch: Renata Souza, Feministin, Politikerin, Menschenrechtsverteidigerin und Mitstreiterin Marielles  und Bertha Zúñiga, soziale Aktivistin, Koordinatorin der indigenen Basisorganisation COPINH, Tochter von Berta Cáceres.

    Musikalische Begleitung: Tâmara David, Schwarze Aktivistin aus Brasilien.

    Die portugiesischen und spanischen Beiträge werden simultan ins Deutsche gedolmetscht.

    Veranstalter: Aruanas, Casa do Brasil, Nord Süd Forum München, Öku-Büro München

    Anmeldung: https://kurzelinks.de/lexy - Livestream unter @bedrohteVoelker bei Facebook

    Kontakt: aruanas@posteo.de

  • Solidarität mit Leni Breymaier

    Menschenrechte – Auch für Frauen in der Prostitution, so lautete das Motto  unserer Veranstaltung am 10.12.2020, dem Münchener Tag der Menschenrechte. Leni Breymaier, SPD, MdB hatte uns eine Grußbotschaft geschickt, in der sie sich sehr engagiert für gesetzliche Änderungen nach dem Nordischen Modell einsetzt. In Schweden werden Freier, die fast immer die Not von Prostituierten ausnützen, seit 1999 bestraft, denn nur so können die Lieferketten des Menschenhandels wirkungsvoll unterbrochen werden. In Deutschland sind die Standortfaktoren für Prostitution und damit einhergehende organisierte Kriminalität jedoch nach wie vor hervorragend.Frauen (und bisweilen auch Männer) zu kaufen, ist weitgehend unwidersprochenes Privileg des Mannes,ein Habitus, der das gesellschaftliche Miteinander auf allen Ebenen prägend beeinflusst. Aber der Gegenwind wird stärker. Progressive Kräfte aus verschiedenen politischen Lagern finden sich zusammen, um gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und Organisationen von Betroffenen für Menschenrechte undwirkliche Gleichstellung zu kämpfen. Leni Breymaier ist für die SPD Fraktion im Bundestag DIE starke Stimme für Menschenrechte im Bereich Prostitution. Als engagierte Gewerkschafterin schätzt sie den Begriff der Arbeit und begrüßt es, dass sich der SPD-Vorstand vom Narrativ der selbstbestimmten „Sexarbeit“ als ganz normaler "Dienstleistung" verabschiedete, um einen realistischeren Blick auf die Prostitution zu wagen. Auch fraktions-übergreifend ist die Abgeordnete aktiv, denn sie weiß: Solange ein Geschlecht das andere kaufen kann, wird es keine Gleichstellung geben. Um sie mundtot zu machen, wurde die mutige Abgeordnete Anfang 2021 von Bordellbetreibern mit Anzeigen überzogen. Einen solchen Angriff von der milliardenschweren Lobby auf unsere gewählteVolksvertreterin empfinden wir als Angriff auf alle demokratisch denkenden Menschen. Elly Arrow und Silvia Reckermann sprechen mit Leni Breymaier über Methoden der Lobby und ihre Erfolge gegen vielerlei Widerstände im Kampf für Menschenrechte. Am Mittwoch, 10. März von 19.30 bis 21 Uhr bei zoom Registrierung erforderlich: https://zoom.us/meeting/register/tJEqceuvqjwuE9HL6pv125SuqR57YbCNmC-N

  • Gerechtigkeit: Gesungen. Getextet. Gemixt. Digitaler Auftakt zum Themenjahr "Globale Gerechtigkeit - Wir müssen handeln!" des Nord Süd Forum München

    Globale Gerechtigkeit hat viele Facetten. Es gibt indigene, feministische, antirassistische, kapitalismuskritische, klima-aktivistische Perspektiven auf Gerechtigkeit. Sie alle greifen ineinander: Globale Gerechtigkeit schaffen wir nur, wenn all diese Stimmen gehört werden und wir entsprechend handeln.

    Zum Start in unser Themenjahr nähern wir uns einem komplexen Thema auf leichten Füßen: Mit Stimmen aus dem Globalen Süden, Liedern über Geschlechtergerechtigkeit und Fairen Handel, Poetry einer bekannten Slam-Poetin, lustigen und nachdenklichen Texten und einem global gerechten, kulinarischen Schmankerl. Vielfältige Beiträge in unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen geben Impulse für Globale Gerechtigkeit - lasst euch überraschen!

    Link zum Einwählen: https://zoom.us/j/94917975944?pwd=cS9WbUlTYVJlNnpmSTZHSUthOTlpdz09

    Alle Infos auch auf nordsuedforum.de

    Eine Veranstaltung in Kooperation mit frau.kunst.politik

    Mit Beiträgen von NoSFo Mitgliedsgruppen (SchuPa Tansania, AK München Asháninka, Oikocredit Förderkreis Bayern…) und Special Guests: Slam-Poetin Elisabeth Schwachulla (https://www.elisabethschwachulla.de/ ) und Sängerin Alejandra Marini (https://www.ulani-alejandra.com/ ).

    Am Donnerstag, 25. Februar um 19 Uhr online bei zoom.

  • Arbeitskreis Harare-München-Partnerschaft (HaMuPa)

    Die Treffen des Arbeitskreises Harare-München-Partnerschaft finden derzeit über Zoom statt. Sie sind weiterhin offen für alle Interessierten. Zur Teilnahme bitte bei Regina Hein: rghein@gmx.net anmelden, der Link wird dann zugeschickt.

    Kontakt HaMuPa c/o Nord Süd Forum München e.V. Schwanthaler Str. 80, RG 80336 München

  • Mitglieder-Plenum

    Die Mitglieder des Nord Süd Forum München e.V. treffen sich alle zwei Monate im Plenum, um sich auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.

    Das Plenum ist öffentlich. Deshalb freuen wir uns über Ihr Interesse und heißen Sie herzlich willkommen!

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