vergangene Veranstaltungen
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AUFGETISCHT. Wer ernährt die Welt?
Fr. 29. Oktober, 16.30 bis 21.30 Uhr I Vorträge und Podium
Sa. 30. Oktober, 09.30 bis 16.30 Uhr I Workshops und politische Werkstatt
Bitte beachten: Eine Teilnahme ist nur noch am Freitag von 17 bis 21.30 Uhr digital möglich.
Hier könnt ihr die Vorträge und das Podium online mitverfolgen:
https://zoom.us/j/94251495262?pwd=S0pibGR5M1lFUFIvZHFYYTh3Wit6dz09
AUFGETISCHT Tag 1, Freitag, 29. Oktober 2021, 16.30 bis 21.30 Uhr (digital ab 17 Uhr)
Wie sind die Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft, Klimawandel und Globaler Gerechtigkeit? Warum ist die aktuelle Ernährungssituation von Überfluss einerseits und Mangel andererseits geprägt? Und, vor allem: Wie schaffen wir Ernährungsgerechtigkeit? Mit unseren KeynotesprecherInnen Stefanie Lemke und Felix Prinz zu Löwenstein (sowie den Workshop-Referent*innen des Folgetages) gehen wir diesen Fragen nach. Zwischen den Impulsen wird es viel Raum für Fragen der Teilnehmenden geben.
Die Eingangs-Vorträge:
Ernährungssicherung und Ernährungssouveränität durch Ökologische Landwirtschaft
Felix Prinz zu Löwenstein hat seinen landwirtschaftlichen Betrieb von konventionell auf bio umgestellt. Er ist die Stimme für Ökolandbau in Deutschland, Mitglied in zahlreichen Gremien und Autor des Buches Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr.
Geschlechtergerechtigkeit und Teilhabe für nachhaltige Ernährungssysteme
Dr. Stefanie Lemke forscht zu Über- und Mangelernährung mit Fokus Geschlechtergerechtigkeit und Empowerment marginalisierter Gruppen. Sie hat in Hohenheim und Coventry gelehrt, aktuell hat sie eine Professur am Institut für Entwicklungsforschung in Wien inne.
Mit spannenden Podiums-Gästen: Stefanie Lemke, Felix Prinz zu Löwenstein, Roman Herre (Agrarreferent FIAN Deutschland), Daniela Schmid (Münchner Ernährungsrat), Markus Wolter (Referent für Ernährung & Landwirtschaft, MISEREOR). Moderation: Katharina Niemeyer, Projektbetreuung Öko-Modellregionen Bayern
AUFGETISCHT Tag 2, Samstag, 30. Oktober 2021, 9.30 bis 16.30 Uhr
Wir erarbeiten Konzepte für Ernährungsgerechtigkeit! Im Gespräch miteinander, beim gemeinsamen Essen und in fünf spannenden Workshops:
Lieferservice global - Was bedeutet der Lebensmittelexport aus den Ländern des Südens? (Raum 108)
Was darf's denn sein? Alles zu jeder Zeit aus aller Welt im Supermarkt an der Ecke - wir sind's gewöhnt. Bio oder nicht, Umweltbilanz ungewiss. Wie kommt es, dass sich z.B. in den Ländern Südamerikas eine internationale Agrarindustrie etabliert hat, die ausschließlich für den Export produziert - und was bedeutet das für die Menschen vor Ort? Unter welchen Bedingungen sehen z.B. Kleinbauern, landwirtschaftliche Genossenschaften oder Landarbeiter*innen Export positiv? Da "wir" ebenfalls exportieren - allerdings nicht die Rohprodukte - stellt sich die Frage, wie es im Import - Export gerechter zugehen könnte.
Heinz Schulze, Sozialpädagoge (Vorstand bei Nord Süd Forum München e.V. und Informationsstelle Peru e.V. Freiburg)
Die lautlose Eroberung - Globale Finanzströme und der Hunger auf Land (Großer Saal)
Was hat Geld mit Hunger zu tun? Viele Menschen sind nach wie vor auf Zugang zu Land angewiesen, wenn sie ihre Ernährung sichern wollen. Wenn ihnen ihr Land genommen wird, stehen nicht selten globale Anlageinvestitionen im Hintergrund, die diesen Landraub wissentlich oder unwissentlich unterstützen. Konkrete Beispiele zeigen, auf welche Weise dies geschieht und welche Rolle dabei auch deutsche Finanzakteure spielen.
Roman Herre, Agrarreferent FIAN Deutschland
Wiesn beweltackern – Die Wiesn als globales Aushängeschild für Genuss und Nachhaltigkeit. Eine Utopien-Werkstatt (Weltraum im UG)
Die Wiesn als globales Aushängeschild für Genuss und Nachhaltigkeit
Wir möchten eine wünschenswerte Zukunft gestalten und erkunden, was jetzt zu tun ist, um das Ziel zu erreichen.
Wir betrachten das Jetzt der Wiesn im Zusammenhang mit Globalität und Konsumverhalten über verschiedene Impulse und zeigen den Status Quo auf.
Hierauf entwickeln wir gemeinsam in Gruppen verschieden Zukunftsmodelle und schauen was wir heute schon verändern können um diese Zukunftsmodelle zu erreichen.
Münchner Ernährungsrat, Vincent Fricke
True Cost - die wahren Kosten unserer Lebensmittel (Kleiner Saal 211/12)
Die Preise in unseren Supermärkte spiegeln nicht die ökologischen und sozialen Folgekosten wider, die sie eigentlich verursachen. [Die scheinbar günstigen Preise haben zur Folge, dass immer mehr Produkte erzeugt werden, die Schäden für Gemeinwohl und Umwelt verursachen. Umgekehrt werden biologisch und fair produzierte Produkte, die viel weniger Folgekosten mit sich bringen, zu einem höheren Preis angeboten und verharren in der Nische.]
Das ist ein Fall von Marktverzerrung, der uns alle letztlich teuer zu stehen kommt und den das sogenannte True Cost Accounting – das Bilanzieren der wahren Kosten – offenlegen und damit eine positive Lenkungsfunktion entfalten möchte.
Markus Wolter, Referent für Ernährung und Landwirtschaft bei MISEREOR und Evi Weichenrieder, Leitung Nachhaltigkeitskommunikation bei HIPPDurch die diversen Themen beleuchten wir verschiedene Dimensionen (global, europäisch, kommunal) von Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährung(sgerechtigkeit) und finden heraus, wie alles zusammenhängt und was globale Zustände mit lokalen Entscheidungen zu tun haben. Im Anschluss an die Workshopphase wird es bei einem gemeinsamen Essen (natürlich bio, fair und/oder gerettet) viel Raum für freien Austausch geben. Zum Abschluss führen wir die Erkenntnisse der letzten beiden Tage in einer politischen Werkstatt zusammen und formulieren gemeinsam, was sich in München für eine global gerechte Ernährung der Kommune noch tun muss.
Veranstalter: Nord Süd Forum München und MISEREOR in Bayern in Kooperation mit FIAN, Münchner Ernährungsrat, Germanwatch, TERRE DES FEMMES, Münchner Klimaherbst
Eintritt: 10 Euro für Verpflegung, bitte in bar mitbringen
Kontakt: info@nordsuedforum.de
Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ
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Ausstellung "Land&Wirtschaft - Wer erntet? Porträts aus Tansania und Deutschland"
Bäuerinnen und Bauern aus Deutschland und Tansania berichten in der Ausstellung über ihre Arbeitsbedingungen. So unterschiedlich der Alltag und die Situation in den beiden Ländern auch sind, die Befragten machen in ihren Interviews deutlich, dass ihr Leben durch die Förderpolitik stark beeinflusst wird. Die Fotoausstellung ist Ergebnis mehrerer Recherche-Reisen. Die Ausstellung zeigt auf 20 Tafeln sehr persönliche Bilder und Eindrücke aus dem Arbeitsalltag der Bäuerinnen und Bauern. Während bei den deutschen Bäuerinnen und Bauern die EU-Agrarpolitik stark die Erzeugerpreise drückt, kämpfen die Kolleg*innen in Tansania um das Land, was sie bisher für Nahrungsmittelanbau nutzen konnten, nun aber wegen der Verpachtung des Landes an Großinvestoren verloren haben.
Eine Ausstellung der Agrar Koordination, wir zeigen sie im Rahmen unseres Themenjahres Globale Gerechtigkeit und des Münchner Klimaherbstes.
Die Ausstellung kann den ganzen Oktober lang zu den Öffnungszeiten des EineWeltHauses im Foyer besucht werden!
Foto (c) Fred Dott.
Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ
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Arbeitskreis Harare-München-Partnerschaft (HaMuPa)
Die Treffen des Arbeitskreises Harare-München-Partnerschaft finden derzeit über Zoom statt. Sie sind weiterhin offen für alle Interessierten. Zur Teilnahme bitte bei Regina Hein: rghein@gmx.net anmelden, der Link wird dann zugeschickt.
Kontakt HaMuPa c/o Nord Süd Forum München e.V. Schwanthaler Str. 80, RG 80336 München
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''Corona als Menschenrechtskrise?'' - Auswirkungen der Pandemie auf globale Ungleichheiten
Die Folgen der Covid-19-Pandemie sind weltweit ungleich verteilt. Während einige Länder Impfstoff im Überfluss haben und Impfdosen aufgrund von mangelnder Nachfrage in großer Zahl vernichtet werden, haben andere Staaten kaum Möglichkeiten durch Impfungen ihre Bevölkerung vor dem Virus zu schützen. Gleichzeitig hat die Pandemie bereits bestehende Missstände und Ungleichheiten sichtbar gemacht und zum Teil verschärft.
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den menschenrechtlichen Auswirkungen der Pandemie und den weltweit zunehmenden gesellschaftlichen Ungleichheiten. Darüber hinaus soll auch insbesondere die Impfgerechtigkeit im globalen Kontext diskutiert werden. Dazu gibt es Inputs von Amnesty International Deutschland e. V. und medico international. Konkrete regionale Beispiele aus Osteuropa, Lateinamerika und Westafrika schärfen zudem den Blick auf die konkrete Situation vor Ort in unterschiedlichen Teilen der Welt.
Eine Teilnahme vor Ort ist je nach Infektionsgeschehen möglich.
Es gilt das Hygienekonzept des Bellevue di Monaco: https://bellevuedimonaco.de/hygienekonzept/
Falls Sie vor Ort im Publikum teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte an: mge.rbs@muenchen.deDie Veranstaltung wird auf folgender Seite im Livestream zu sehen sein: https://www.pi-muenchen.de/veranstaltungsreihe-muenchen-global-engagiert/
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Lesekreis "Pensar para la paz: Educación para el compromiso social" - "Für den Frieden denken: Bildung für soziales Engagement" (Freitagabend, 14-tägig, 2. Juli bis 22. Oktober 2021)
"Für den Frieden denken: Bildung für soziales Engagement" ist eine Übung zur Reflexion über die Rolle und die Möglichkeiten von Bildung für den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft den Ideen zweier lateinamerikanischer Autoren folgend: Estanislao Zuleta (Kolumbien) und Paulo Freire (Brasilien). In diesem Sinne ist der Lesekreis "Fridays for Freire" Teil der verschiedenen Initiativen, die anlässlich des 100. Geburtstages des brasilianischen Pädagogen und Philosophen weltweit stattfinden.
Die Übung findet auf Spanisch statt, die Literatur ist auf Spanisch und Englisch."Pensar para la paz: Educación para el compromiso social" es un ejercicio de reflexión sobre el rol y las posibilidades que tiene la educación para la construcción de una sociedad democrática a la luz del pensamiento de dos autores latinoamericanos: Estanislao Zuleta (Colombia) y Paulo Freire (Brasil). En este sentido, el círculo de lectura „Fridays for Freire“ hace parte de las diversas iniciativas que se están llevando a cabo en todo el mundo con motivo del 100 aniversario del nacimiento del pedagogo y filósofo brasileño.
Lugar/Ort: Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstraße 80, 80336 München.
Fechas/Termine: 02.07., 16.07., 30.07., 13.08., 27.08., 10.09., 24.09., 08.10. und 22.10. von 18:30 bis 21:00 Uhr.
Veranstalter: Danny Carvajal, Ph.L., promoviert am Lehrstuhl Intercultural Social Transformation der Hochschule für Philosophie München (Kontakt: dannycarvajal@gmx.de)
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Globale Fragen der Hochschule für Philosophie, Aluna Minga e.V. und dem Nord-Süd Forum München e.V. -
EineWeltReport bei LORA – mit terre des hommes
Seit über 60 Jahren engagiert sich terre des hommes für die Rechte von Kindern weltweit. Wie die Arbeit ganz konkret aussieht und was das mit Globaler Gerechtigkeit zu tun hat – das erfahrt ihr in unserem EineWeltReport bei Radio LORA (UKW 92,4 oder im Livestream: lora924.de) mit der Arbeitsgruppe München.
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Bildung.anders.machen. - Tage der Bildungalternativen
Wie wollen wir in Zukunft lernen?
Wie soll die Bildung von Morgen aussehen? Wie möchten wir in Zukunft miteinander auf diesem Planeten leben? Auf diese Fragen wollen wir Antworten finden.
Für eine solidarische Gemeinschaft, in der Menschenrechte, sozial-ökologische Gerechtigkeit, Inklusion, Demokratie und Nachhaltigkeit tatsächlich gelebt werden, müssen wir Bildung ganzheitlich denken. Wir brauchen ein Bildungssystem, das seinen Fokus auf die Bedürfnisse von Menschen und Natur richtet und sie nicht als Wirtschaftsressourcen betrachtet.
Bei der Veranstaltung „Bildung.anders.machen – Tage der Bildungsalternativen“ vom 14.-16. Oktober 2021 wollen wir zusammen mit Jugendlichen, Schüler*innen, Lehrenden und Interessierten Visionen für die Bildung von Morgen stricken. In Workshops überlegen wir, welche Hebel wir für eine Transformation des (Bildungs-) Systems in Bewegung setzten können und empowern uns als Lehrende und Lernende. Exkursionen bringen uns zu (Lern-) Orten des Gelingens in und um München. Auch inhaltliche Impulse für eine gerechte, inklusive Bildung sowie kulturelle Beiträge und Workshops stehen auf dem Programm.
Hier geht's zum Programm.
Hier geht's zur Anmeldung.
Wir freuen uns auf ein vielfältiges Programm und eine vielfältige Teilnehmer*innen-Schaft!
Alle Informationen findet ihr unter https://bildungandersmachen.de/
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Gestrandet für immer? - Zur aktuellen Lage der Geflüchteten in Griechenland
Mittlerweile jährt sich der fürchterliche Brand im griechischen Flüchtlingslager in Moria. Die Situation von Menschen, die auf ihrer Flucht in Lagern in Griechenland oder an anderen Orten an den EU-Außengrenzen festsitzen verschwindet jedoch meistens schnell wieder aus dem kollektivem Bewusstsein. Schutzbedürftige müssen jedoch weiterhin in Aufnahmelagern in Griechenland und an den EU-Außengrenzen oft unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Ihre prekären Lebensumstände werden zudem durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie noch weiter verschärft.
Die Online-Podiumsdiskussion möchte den Blick auf die Situation geflüchteter Personen in Lagern auf dem griechischen Festland und den griechischen Inseln richten. Dabei soll die aktuelle Situation aus der Sicht von Betroffenen vor Ort erörtert und auch folgende Fragen beleuchtet werden: Welche Auswirkungen hat die Situation in Afghanistan? Welche Möglichkeiten gibt es aus Deutschland den Menschen zu helfen und sich mit ihnen zu solidarisieren?Es sprechen und diskutieren:
Omid Alizada, Mitgründer des Corona Awareness Team in Moria
Efi Latsoudi, Lesvos Solidarity
Petra Lehmann und Tilman Haerdle, Heimatstern e.V.
Prof. Dr. Dr. Georgios Tsiakalos, Aristoteles-Universität Thessaloniki
Moderation: Dr. Bernd Kasparek, bordermonitoring.eu e.V.
Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „München global engagiert: Ungleichheiten erkennen – gemeinsam mehr erreichen“ statt. Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist Oberbürgermeister Dieter Reiter. Weitere Informationen zur Reihe finden sich hier: https://www.pi-muenchen.de/veranstaltungsreihe-muenchen-global-engagiert/
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Bayerischer Flüchtlingsrat e. V. organisiert. Informationen zur Veranstaltung finden Sie auch hier: https://www.fluechtlingsrat-bayern.de/gestrandet-in-griechenland/
Die Veranstaltung wird am 05.10.21 um 19 Uhr via Zoom übertragen. Über folgenden Link können Sie an der Veranstaltung teilnehmen:
https://us06web.zoom.us/j/85645481467?pwd=ckh1N1NSOU8rVUxOQVJOeEZ6OHJNQT09
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Englische Beiträge werden gedolmetscht. Es besteht die Möglichkeit die Dolmetschung über einen separaten Kanal anzuwählen.Veranstaltende: Nord Süd Forum München e.V., Netzwerk MORGEN, Bayerischer Flüchtlingsrat, Landeshauptstadt München
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„Die Rezeption und das Vermächtnis von Paulo Freire heute in Lateinamerika“ - „PAULO FREIRE 100 AÑOS: su aporte radical para otra educación posible“
Der Vortrag wurde im Originalton (Spanisch) aufgezeichnet und kann hier angeschaut werden.
Der Brasilianer Paulo Freire (1921 - 1997) war einer der bedeutendsten Pädagogen des 20. Jahrhunderts. Er steht mit seinem Theorieverständnis und seiner Praxis für eine befreiende und dialogische Pädagogik - ohne Manipulationsmacht und Unterdrückung; für Emanzipation der Person als Subjekt, das mit anderen gemeinsam die Welt gerechter gestaltet. Allein sein Werk "Pädagogik der Unterdrückten" wurde in verschiedenen Sprachen mehr als 750.000 Mal gedruckt.Freire hat wichtige Impulse nicht nur für die Erziehungswissenschaft und -praxis gegeben. In Lateinamerika enstand eine breite interdisziplinäre Bewegung: die Educación Popular. Befreiende Bildungsarbeit mit allen Altersstufen und Menschen aus allen Schichten. Inzwischen ist Freires Pädagogik auch in den USA ein wichtiger Bezugspunkt. Freire wäre heuer 100 Jahre alt geworden.
Es ist höchste Zeit, sich anlässlich seines 100. Geburtstags und angesichts der riesigen gesellschaftlichen Herausforderungen weltweit mit seinem Menschenbild und den Grundprinzipien seiner Pädagogik auseinanderzusetzen.
Bildung verändert zwar nicht die Welt, aber sie verändert die Menschen, deren Handeln die Welt verändern kann, sagt Paulo Freire sinngemäß.
Einer, der von Freire infiziert wurde und seit Jahrzehnten in der Educación Popular, der Volkserziehung in Lateinamerika, theoretisch und praktisch vorangeht, ist Oscar Jara. Wie das Veränderungspotenzial für gemeinschaftliches Handeln im Sinne von Freire angeregt und gestärkt werden kann, wird Oscar Jara im Online-Vortrag und -Gespräch darstellen.
Referent:
Dr. Oscar Jara Holliday, Erziehungswissenschaftler, Soziologe, Educador Popular. Leiter des nichtstaatlichen Bildungszentrums Alforja in Costa Rica, Präsident von CEAAL (Consejo de Educación Popular de América Latina y el Caribe), dem Rat für Volksbildung in Lateinamerika und der Karibik. CEAAL ist ein Netzwerk von mehr als 200 Bildungsprojekten dieser Regionen.Veranstalter: Nord Süd Forum München e.V. & Misereor-Arbeitsstelle Bayern
Die Veranstaltung findet auf Spanisch mit deutscher Simultanübersetzung statt.
Teilnahme kostenlos.
Anmeldung: Die Veranstaltung findet über die Videochat-Plattform Zoom statt.
Für die Teilnahme ist eine Registrierung unter folgendem Link notwendig:
https://misereor.zoom.us/meeting/register/tZcldOGsqD0qGNxBkSaok8k0eHj4UZKYZizmNach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Meeting.
Kontakt für Rückfragen: r.thalhammer@nordsuedforum.de
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Fachtag „Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung im digitalen Zeitalter: Potenziale, Herausforderungen und konkrete Umsetzungen“
Die Digitalisierung und der damit einhergehende Wandel haben unsere Welt in kurzer Zeit grundlegend verändert. Darin liegen große Chancen, aber auch Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung, insbesondere im Bildungsbereich. Die Schulen haben im vergangenen Jahr einen regelrechten Digitalisierungs-Boom erfahren. Online-Unterricht, Lernplattformen, digitale Bildungsmaterialien: Lernen mit und durch digitale Medien hat Eingang in Schule, Familie und Erwachsenenbildung gefunden. Ob unsere (Bildungs-) Zukunft eine nachhaltige, im Sinne Globalen Lernens ist, hängt maßgeblich davon ab, wie wir die Chancen nutzen und den Herausforderungen begegnen.
Der Fachtag bietet Raum, Risiken und Chancen aus der Perspektive Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung anhand konkreter digitaler Bildungsangebote zu reflektieren:- Welche besonderen Chancen bietet die Digitalisierung im Bildungsbereich für die Auseinandersetzung mit Fragen der Nachhaltigkeit und globalen Gerechtigkeit?
- Was zeichnet qualitativ hochwertige Bildungsangebote Globalen Lernens und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im virtuellen Raum aus?
- Wie lassen sich wichtige Aspekte wie Beziehung, Interaktion, spielerische/haptische/visuelle Wahrnehmung, Emotionalität, Partizipation und Selbstreflexion in digitalen Bildungsformaten umsetzen?
- Welche Zugänge und Formate haben sich bewährt und welche Erfahrungen haben wir damit gesammelt?
Wir laden Sie ein, das Potenzial der Digitalisierung für BNE und Globales Lernen zu erkunden, zu diskutieren, gute Praxisbeispiele kennenzulernen und diese mit Blick auf Möglichkeiten und Grenzen des virtuellen Raums zu reflektieren. Der Fachtag bietet zudem Raum für Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden.
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Programm
09:00
Begrüßung und Einführung09:30
Impulsvortrag "Chancen und Möglichkeiten im digitalen Zeitalter aus Perspektiven Globalen Lernens" von Prof. Dr. Gabriele Schrüfer (Universität Bayreuth, Lehrstuhl Didaktik der Geographie)
anschließend Austausch10:45
Pause11:00
Workshops mit konkreten Beispielen digitaler Angebote des Globalen Lernens/Bildung für nachhaltige Entwicklung für den schulischen und außerschulischen Bereich13:00
Speed-Dating zu Erkenntnissen aus den Workshops13:30
Ende des Fachtags_________________________________________________________________________________________________________________
Zielgruppen
Lehrkräfte, außerschulische Multiplikatorinnen, Studierende, BNE-Akteurinnen aus NGO´s, Politik und Verwaltung, InteressierteOrt
Der Fachtag findet über die Videochat-Plattform Zoom statt.
Ausführliche Informationen sowie der Veranstaltungslink werden nach der Anmeldung bereitgestellt.Teilnahme-Beitrag
Für die Teilnahme an dem Fachtag entstehen für die Teilnehmer*innen keine Kosten.Anmeldungen zum Fachtag (mit Angabe an welchem Workshop Sie teilnehmen möchten, Präferenz 1 und 2) bitte bis zum 28.09.2021 an zgl@uni-bayreuth.de
Veranstalter
Nord Süd Forum München e.V.
Greenpeace e.V.
Zentrum Globales Lernen /Didaktik der Geographie, Universität BayreuthKontakt und Information
Raphael Thalhammer, Nord Süd Forum München, 089 85637523, r.thalhammer@nordsuedforum.deStephanie Weigel, Greenpeace, 040 30618 5352, stephanie.weigel@greenpeace.org
Kirstin Wolf, Zentrum Globales Lernen, 0921 55 2264, kirstin.wolf@uni-bayreuth.de
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Abstract und Workshop-Beschreibungen
Impulsvortrag
Chancen und Möglichkeiten im digitalen Zeitalter aus Perspektiven Globalen Lernens
Globalisierung und Digitalität weisen auf radikale Umbrüche im Bildungssystem hin. Durch die Pandemie ist dies vielen vor Augen geführt worden. Digitale Medien verändern fachdidaktische Zugänge, Inhalte und Methoden. Im Vortrag sollen vor allem Chancen dieses Wandels beleuchtet werden. Es wird der Frage nachgegangen, welche transformativen Möglichkeiten digitale Medien für die Förderung von Kompetenzen Globalen Lernens bieten und wie sich Lernen mit digitalen Medien und Globales Lernen gegenseitig beeinflussen können.
Prof. Gabriele Schrüfer, Universität Bayreuth, Lehrstuhl Didaktik der GeographieWorkshop-Beschreibungen
Geben Sie bitte bei der Anmeldung zum Fachtag an, an welchem Workshop Sie teilnehmen möchten (Präferenz 1 und 2).Workshop 1
Globales Lernen mit Reflectories
Ökologische, soziale, kulturelle, politische sowie ökonomische Ungleichgewichte kennzeichnen die Herausforderungen unserer Zeit. Das Erkennen von komplexen Zusammenhängen, vernetztes Denken, Entscheiden unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven und in Unsicherheit sowie die Fähigkeit zu kooperieren zählen zu den wichtigsten Kompetenzen, um diesen Herausforderungen nachhaltig entgegentreten zu können. Mit der digitalen Anwendung Reflectories sollen diese Fähigkeiten gefördert werden. Lernende werden in Geschichten eingebunden, hören verschiedene Meinungen, müssen Entscheidungen treffen und sich den Konsequenzen der Entscheidungen stellen. Kurztexte, Videos und Grafiken helfen bei der Auswahl von Handlungsoptionen. Je nach Entscheidung nimmt die Geschichte einen anderen Verlauf.
Dr. Kati Barthmann, Universität Bayreuth, Lehrstuhl Didaktik der GeographieWorkshop 2
Machtkritische Bildungsmaterialien zur Digitalisierung
#digitalglobal sind die machtkritischen Bildungsmaterialien und Angebote des F3kollektivs zum globalen Prozess der Digitalisierung. Wie hängt die digitale Transformation mit globalen Prozessen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Menschenrechte zusammen? Die Open Educational Resources (OER) nähern sich anhand vier thematischer Module der Frage. Ob in einer der Einstiegs- oder in den Vertiefungs-Übungen – Perspektiven aus dem Globalen Süden sind wichtig, um unseren digitalen Alltag kritisch verstehen und reflektieren zu können. Das Projekt zeigt vor allem Handlungsperspektiven von Menschen und Initiativen aus verschiedenen Regionen Lateinamerikas.
Simon Toewe, F3 KollektivWorkshop 3
Die digitalen Greenpeace-Bildungsmaterialien: interaktiv und handlungsorientiert lernen
Wie verändern wir mit unserem Konsum die Welt? Welche Gefahren, aber auch Chancen bringt die Corona-Krise für die Demokratie mit sich? Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft aus? In diesem Workshop werden drei thematisch unterschiedliche, digitale Greenpeace-Bildungsmaterialien vorgestellt und diskutiert, die sowohl im Klassenraum, wie auch im Fernunterricht bzw. hybriden Settings eingesetzt werden können. Der Bezugsrahmen der lehrplanorientierten Bildungsmaterialien sind BNE und Globales Lernen: Schüler:innen setzen sich – abwechselnd in selbstgesteuerten und interaktiven Phasen - mit den Themen aus sozialer, ökonomischer und ökologischer Perspektive auseinander, reflektieren lokal-globale Bezüge und entwickeln daraus interaktiv und gemeinsam Ideen, wie sie selbst aktiv werden können.
Stephanie Weigel, Greenpeace e.V.
beta – die BeteiligungsagenturWorkshop 4
Digitalisierung im Kontext sozial-ökologischer Transformation
In unserem Alltag nutzen wir mehr und mehr digitale Dienstleistungen, ohne deren soziale und ökologische Auswirkungen zu hinterfragen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene wachsen in eine Welt hinein, in der Digitalisierung alle Lebens- und Arbeitsbereiche betrifft und verändert. Die Perspektive auf Technik als etwas, das veränderbar und gestaltbar ist, ist oft nicht vorhanden. Die Vielschichtigkeit des Themas erschwert auch Lehrerinnen und Multiplikatorinnen eine Annäherung. Das Methodenset „Digitaler Fuß- und Fingerabdruck“ behandelt grundlegende Fragen rund um Daten, Datenverarbeitung und Datenschutz und regt dazu an, diese mit Blick auf Demokratie und Machtverhältnisse zu diskutieren. Die Methoden vermitteln grundlegendes Wissen, setzen auf Aktivierung der Teilnehmer:innen und fördern kritisches Reflektieren über Ressourcenverbräuche, globale Zusammenhänge und Machtfragen ebenso wie die Selbstermächtigung zu Entscheidungen rund um digitale Technik im Alltag.
Max Bömelburg, Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V.Workshop 5
4Wildlife – Vom Regenwald ins Klassenzimmer
Mit dem innovativen Unterrichtsmaterial „4Wildlife – vom Regenwald ins Klassenzimmer“ inklusive einer Augmented-Reality Anwendung wird Schüler:innen die Bedeutung der Biodiversität, des Regenwaldes und des Artenschutzes erfahrbar gemacht. Im Zentrum des Materials stehen die SDGs. Die Schüler:innen setzen sich mit dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung auseinander und werden ermutigt, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und zu bewerten: »Groß denken, lokal handeln, global wirken«. Das Unterrichtsmaterial richtet sich im Schwerpunkt an Schüler:innen der 7. Klasse aller Schulformen. In diesem Workshop stellen wir das Material vor, erproben die AR-Anwendung und diskutieren diese mit Ihnen gemeinsam entlang der Kriterien einer BNE/Globales Lernen.
Katarina Rončević, The Turquoise Change e.V.
Hannah Emde, Nepada Wildlife e.V._________________________________________________________________________________________________________________
Mit freundlicher Unterstützung
durch das Referat für Klima- und
Umweltschutz der
Landeshauptstadt München.
Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL
im Auftrag des BMZ