vergangene Veranstaltungen
Seite 34/81
-
100 Jahre Paulo Freire - Einführung in seine Pädadogik der Befreiung
Viele haben es mitgekriegt: Heuer wäre Paulo Freire einhundert Jahre alt geworden. Der Brasilianer war einer der größten Pädagog*innen des 20. Jahrhunderts. Sein in vielen Sprachen erschienenes Werk Pädagogik der Unterdrückten wurde in mehr als 750.000 Exemplaren gedruckt.
Zu seiner Person, zu seiner Weltsicht, zu seiner radikalen Theorie und Praxis einer Bildung für Befreiung gibt dieser Abend einen Überblick. Kaum veröffentlicht, fielen seine Erkenntnisse und Entwürfe einer anderen Bildung und Erziehung - seit einem halben Jahrhundert - in Lateinamerika auf fruchtbaren Boden bei denjenigen, die im weiteren Sinn an der Basis arbeiteten. Nicht nur bei Pädagog*innen, sondern disziplinübergreifend. Freire gab wesentliche Impulse, die nicht zuletzt in der Jugend- und Erwachsenenbildung, der Educación Popular, aufgegriffen, angepasst und weiterentwickelt wurden.
Der deutsche Bildungsapparat konnte mit Freires ethischer und politischer Pädagogik nicht viel anfangen. Aber es gab und gibt Initiativen und Menschen, die soweit wie möglich die Grundprinzipien der Freire-Pädagogik in ihrer Arbeit anwenden. Auch in München!
Dass angesichts der globalen Herausforderungen die Zeit für eine andere Bildung längst gekommen ist, ist den meisten klar. Was Freires Pädagogik zu ihr beitragen kann, zeigen ansatzweise die Beispiele aus Lateinamerika und Europa, über die wir berichten werden.
Eintritt frei
Die Referent*innen Trudi und Heinz Schulze haben in der Educación Popular gearbeitet, waren Teil der Paulo-Freire-Gesellschaft und haben Freire-Texte (als "graue Literatur") übersetzt und selbst über Educación Popular publiziert.
Eine Veranstaltung des Nord Süd Forum München.
-
Mitglieder-Plenum
Die Mitglieder des Nord Süd Forum München e.V. treffen sich alle zwei Monate im Plenum, um sich auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Das Plenum ist öffentlich. Deshalb freuen wir uns über Ihr Interesse und heißen Sie herzlich willkommen!
-
„Einführung in das Forumtheater nach A. Boal: Theater macht Politik“ NoSFo-Mitgliederfortbildung am Freitag, 23. Juli (15 bis 18 Uhr)
Forumtheater ist die zentrale Methode im Theater der Unterdrückten von Augusto Boal, der die Ideen Bert Brechts und der Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire weiterentwickelt hat, um ein kommunikatives Theater zu schaffen. Im Forumtheater werden durch modellhaft entwickelte Szenen Fragen aus dem Alltagsleben der Teilnehmenden aufgeworfen. Das Publikum kann sich in die dargestellten Szenen einwechseln und die Schauspieler:innen, die Schwache, Diskriminierte oder Benachteiligte spielen, ersetzen.
Hier geht es um Antworten auf die Fragen: Was würde ich in der dargestellten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln die dargestellte Situation verändern, um sie gerechter zu gestalten?
Forumtheater ist also Training für zukünftiges Handeln in brisanten Konfliktsituationen.
Augusto Boals Ansatz geht von zwei Grundsätzen aus:
Das Theater soll sich nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern ebenso mit der Zukunft und deren Möglichkeiten. Das Publikum wird nicht als passives Wesen und Objekt des Theaters verstanden, sondern wird selbst zur aktiven Teilnahme aufgefordert, um an der Veränderung der unbefriedigenden Situation mitzuwirken.
Das Forumtheater bringt Veränderungsprozesse in Gang: es ist Theater, das „Politik macht“.
Die gemeinsame spielerische Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen spricht nicht nur die rationale Seite des Menschen an, sondern auch seine emotionale, seine lustbetonte. Sie setzt somit Impulse zu neuen Denk- und Handlungsweisen frei.
Im Rahmen eines dreistündigen Workshops werden wir gemeinsam eine Szene vorbereiten, die am folgenden Montag (26.07.) im NoSFo-Plenum vorgestellt wird.Die Fortbildung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Pädagogik der Befreiung: 100 Jahre Paulo Freire“.
Workshopleitung:
Fritz Letsch ist ausgebildeter Gestalt-Therapeut, Supervisor, Dozent für Theaterpädagogik, Blogger und vieles mehr. In den 80er und 90er Jahren hat er Forumtheater-Workshops mit Augusto Boal in München erlebt. Seitdem begleitet er selbst partizipative Lernmethoden im Sinne des Theaters der Unterdrückten.Datum und Uhrzeit:
Workshop „Einführung in das Forumtheater“: Freitag, 23. Juli, 15 bis 18 Uhr
Aufführung Forumtheater im Rahmen des NoSFo-Mitgliederplenums am Montag, 26. Juli, 19 Uhr
Ort:
Der Workshop findet im EineWeltHaus (Raum 211) statt.Anmeldung bis spätestens Mittwoch, den 21.07.2021, per E-Mail an r.thalhammer@nordsuedforum.de
-
Was mir Paulo Freire sagt - oder was ich gern dazu wüsste (Online-Veranstaltung)
Der Name Paulo Freire wird oft als Kürzel für dialogische Bildung und das eigenständige Lernen der Kinder und Jugendlichen benutzt, manche kennen noch die Geschichten von den Alfabetisierungsprogrammen…
Aber wer genau war dieser berühmte Reformpädagoge, was waren sein zentralen Ideen, was davon wirkt bis heute nach?
Anlässlich des 100. Geburtstages von Paulo Freire wollen wir gemeisam in einem offenen und unkomplizierten Rahmen dazu ins Gespräch kommen. Kurz zur Sprache kommen könnten folgende Themen: bankiers-erziehung, Kultur des Schweigens, Mythen - aber vor allem das, was Dich interessiert.Fritz Letsch (Gestalt-Coach und Theaterpädagoge) bereitet und gestaltet einen offenen Raum für eine persönliche Begegnung mit Paulo Freire und dessen Gedanken. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ganz egal ob mit oder ohne Vorwissen - gemeinsam wollen wir uns den Ideen Freires annähern.
Die Veranstaltung findet über die Video-Plattform zoom unter folgenden Login statt:
https://zoom.us/j/91338338443?pwd=Tk9heHNXNThnU202eDZ1WGNWM25Bdz09
Meeting-ID: 913 3833 8443
Kenncode: 448345 -
Was mir Paulo Freire sagt - oder was ich gern dazu wüsste (Präsenzveranstaltung)
Der Name Paulo Freire wird oft als Kürzel für dialogische Bildung und das eigenständige Lernen der Kinder und Jugendlichen benutzt, manche kennen noch die Geschichten von den Alfabetisierungsprogrammen…
Aber wer genau war dieser berühmte Reformpädagoge, was waren sein zentralen Ideen, was davon wirkt bis heute nach?
Anlässlich des 100. Geburtstages von Paulo Freire wollen wir gemeisam in einem offenen und unkomplizierten Rahmen dazu ins Gespräch kommen. Kurz zur Sprache kommen könnten folgende Themen: bankiers-erziehung, Kultur des Schweigens, Mythen - aber vor allem das, was Dich interessiert.Fritz Letsch (Gestalt-Coach und Theaterpädagoge) bereitet und gestaltet einen offenen Raum für eine persönliche Begegnung mit Paulo Freire und dessen Gedanken. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ganz egal ob mit oder ohne Vorwissen - gemeinsam wollen wir uns den Ideen Freires annähern.
Anmeldung an: r.thalhammer@nordsuedforum.de
-
openDOKU: SILAS - No more business as usual
Der liberianische Aktivist Silas Siakor bekämpft die illegale Rodung geschützter Urwälder durch multinationale Konzerne, welche zur Verarmung und Flucht der Bevölkerung führt. Mit einer Handykamera dokumentiert der Forstaufseher den illegalen Holzeinschlag, hinter dem meist korrupte Deals zwischen Regierung und ausländischen Konzernen stehen. Fünf Jahre hat das Filmteam ihn und seine Frau Marlay begleitet, die mit ihrem Humor und Kampfgeist exemplarisch für eine neue Generation des politischen Widerstandes sind.
Thomas Böhner (Help Liberia e.V.) hat Silas Siakor mehrmals persönlich getroffen und gibt im Filmgespräch Einblicke in das Leben und Wirken des Umweltaktivisten.
SILAS (Jahr: 2017; 80min; Sprache(n): Englisch mit englischen Untertiteln)
-
Transformative Bildung – Kolonialismus und Rassismus in Denk- und Handlungsweisen erkennen lernen
Praxis-Seminar am 1. und 2. Juli 2021, 10:00 bis 17:30 Uhr im EineWeltHaus München
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Globales Lernen und Umweltbildung sind Bildungskonzepte, durch die wir als Bildungsakteur:innen Gesellschaft verändern und eine sozial-ökologische Transformation vorantreiben möchten. Häufig verankert in Bildungsverständnissen und Wissenstraditionen des Globalen Nordens und von weißen Referent:innen umgesetzt, werden dabei in den Zugängen oft rassistische und koloniale Denk- und Handlungsweisen unreflektiert reproduziert und z.B. Lebensformen des Globalen Südens romantisiert.In dem zweitägigen Seminar werden diese Denk- und Handlungsstrukturen mit Körperarbeit und Selbstreflexion erforscht, um zu lernen die eigene Bildungsarbeit macht- und rassismussensibler zu gestalten. Das Kennenlernen von Perspektiven und historischen Zusammenhängen aus dem Globalen Süden und einer Erweiterung von Narrationen zu Umwelt, Klima, Kapitalismus, Globalisierung und Widerstand helfen, um Vielschichtigkeit und machtkritische Multiperspektivität in das eigene Arbeiten mit aufzunehmen. Dabei werden wir unsere Körper in die Reflexion von Machtstrukturen mit einbeziehen.
Nach drei Praxis-Seminaren zu transformativer Bildung in 2018, 2019 und 2020 findet das zweitägige Seminar in gemeinsamer Initiative von Mitgliedern der BNE-Akteursplattform mit dem Wunsch nach inhaltlicher Vertiefung statt. Eine Teilnahme an den bisherigen Seminaren ist keine Voraussetzung. Die Teilnahme steht alle Menschen offen, allerdings zeigt die Erfahrung, dass im Kontext Rassismus und Kolonialismus die Teilnahme für Black and People of Color in einer vorwiegend weißen Gruppe herausfordernd sein kann. Das Seminar sehen wir als Impuls, damit mehr rassismussensible Räume entstehen, in dem koloniale Denkmuster und Narrative in unserer Bildungsarbeit reflektiert werden können. Bei Unsicherheiten bezüglich einer Teilnahme meldet euch bitte bei uns.
Mariana Lo Sasso und Natascha Roy von glokal e.V. werden das Seminar begleiten. Der Berliner Verein möchte für globale und innergesellschaftliche Machtverhältnisse sensibilisieren und Menschen dazu befähigen, zu deren Abbau beizutragen. Der Verein ist bundesweit in Jugend- und Erwachsenenbildung tätig.
Mariana Lo Sasso arbeitet seit mehr als 15 Jahren in den Bereichen politische Bildung und Kommunikation mit einzelnen Menschen, Institutionen und Organisationen, als Trainerin, Beraterin und Empowerment Coach. In Buenos Aires Argentinien geboren, lebt seit 2005 in Deutschland, sie ist Anthropologin, ausgebildete Mediatorin, Trainerin, KomBI Beraterin und Somatic Yoga-Lehrerin.
Natascha Roy, ist Tänzerin, Performerin, TanzVermittlerin und Creative Coach. Sie hat langjährige Erfahrung als Seminarleiterin und berät Dozentinnen aus anderen Fachbereichen, wie sie mehr Kreativität und Körperbewusstheit in ihr Unterrichtscurriculum integriere können. In der Verbindung von zeitgenössischem Tanz, Körperwissen, politischem Bewusstsein und künstlerischem Ausdruck liegt ihr besonderes Interesse.
Mariana und Natascha leiten seit 2016 gemeinsame Seminare in Berlin und München. Sie verbindet die Überzeugung, dass körperorientierte Herangehensweisen und Reflexionen mit dem Körper politische Sensiblisierungs- und Empowermentprozesse vertiefen und vervollständigen.
Gefördert durch das Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München.
Flyer: Seminar Transformative Bildung_Juli2021
Organisatorisches
Termin: Donnerstag, 01.07.2021 und Freitag, 02.03.2021, jeweils 10:00 bis 17:30 Uhr
Referentinnen: Mariana Lo Sasso und Natascha Roy, glokal e.V., Berlin
Leitung: Steffi Kreuzinger, Raphael Thalhammer, Veronika Reiser, Lena Schützle
Veranstalter: Ökoprojekt MobilSpiel e.V., Nord Süd Forum München e.V., Commit e.V.
Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, 81336 München
Kosten: 40 Euro ermäßigt, 60 Euro (inkl. Verpflegung)
Ausweichtermin: Wenn das Seminar coronabedingt nicht wie geplant stattfinden kann, bieten wir einen Ausweichtermin am 23./24.09.2021 an.
Infos und Anmeldung bei Steffi Kreuzinger, Ökoprojekt MobilSpiel e.V., Tel. 089 7696025, oekoprojekt@mobilspiel.de, www.oekoprojekt-mobilspiel.de
-
"Reich bin ich, wenn…" - Workshop im Themenjahr Globale Gerechtigkeit
Gemeinsam mit Eva Bahner von Oikocredit Bayern sehen wir uns aus einer neuen Perspektive das Thema Reichtum an: „Reichtum“ beantworten wir subjektiv, aus unserem Lebenszusammenhang heraus und fast immer auf dem Hintergrund von Geld. Trotzdem wissen wir, dass (finanzieller) Reichtum nicht gleichbedeutend ist mit Lebensglück. Allerdings hindert viele von uns dieses Wissen nicht daran, nach immer mehr Wohlstand und Reichtum zu streben. Die sozialen und ökologischen Konsequenzen dieses Handelns blenden wir aus. Wie kann eine alternative, attraktive, glaubwürdige und gangbare Alternative für uns aussehen? Was haben wir an Potential für ein Leben, das sich am Gemeinwohl orientiert? Der Workshop will dazu eine Hilfestellung geben – in der Selbstreflexion und im Austausch mit anderen. Das Ziel – mehr Lebensqualität für alle.
Hier der Link zur Registrierung: https://zoom.us/meeting/register/tJwtde2rqT8qG9PkPlJ1VhxmgxYxrd9ibHTu
-
EineWeltReport bei LORA – Gerechtigkeits-Lieder
Musik ist ein gutes Medium, um starke Botschaften zu vermitteln, uns Mut zu machen und uns zu motivieren. Im Juni-EineWeltReport stellen Mitglieder des Nord Süd Forum Lieder vor, die sie zum Jahresthema "Globale Gerechtigkeit" passend mit Gerechtigkeit verbinden und sagen etwas zum Hintergrund.
Zu hören bei Radio LORA, UKW 92,4 oder im Live-Stream unter lora924.de
-
Decolonize Chocolate II – Film-Premiere!
fairafric hat einen zweiten Film über Chocolate made in Ghana, vor allem aber über die Menschen und ihre Visionen hinter der Schokolade, produziert. Wir freuen uns sehr, bei der online-Filmpremiere dabei sein zu können! Mit Panel-Gespräch mit der Film-Produzentin Elisa Scheidt, Mustapha Mohammed (CFO, fairafric Ltd.) und Adrian Wiedmer (CEO, gebana AG). Die Veranstaltung findet auf Deutsch & Englisch statt.
Ablaufplan:
19.00 - 19.05: Welcome Message auf Deutsch und Englisch
19.05 - 20.05 Film Screening
20.05- 21.30 Uhr Q & A in English, Podiumsdiskussion mit Mustapha Mohammed (CFO, fairafric Ltd.) und Adrian Wiedmer (CEO, gebana AG) zum Thema Wertschöpfung in Westafrika. (Diskussion auf Englisch)
Link zur Teilnahme: https://zoom.us/j/91803690431?pwd=Y2VhQ1gxVnhtdzU3NUQ5U2RNeEVNUT09